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Geisterfahrende

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Anja Weinschenk: Nur schlechter Stil; Leserforum 11. Januar

Verehrte Frau Weinschenk, mein Kompliment zu Ihrem Leserbrief. Ins Schwarze getroffen, da gibt es nichts hinzuzufügen, allenfalls etwas zu ergänzen, was ich hiermit versuche. Zunächst dabei ein großes Kompliment an die Verantwortlichen des Hörfunks Bayern 3! Sie beschäftigen offenbar echte Vollprofis in ihren Rechercheabteilungen, die zügig und fix ganze Arbeit verrichten! Nur so ist es zu erklären, dass bei einer Verkehrsmeldung am Silvesterabend innerhalb von Sekunden geklärt werden konnte, um welches Geschlecht es sich bei einem/einer Geisterfahrendem/Geisterfahrenden handelte, denn es wurde (hoffentlich ganz korrekt) von einem „Geisterfahrer“, nicht von einer „Geisterfahrerin“ oder „Geisterfahrendem/Geisterfahrenden“ berichtet. Oder sollte man beim BR etwa davon ausgehen, dass es sich bei Geisterfahrenden grundsätzlich um Männer handelt? Ich wäre, zu Recht, möchte ich meinen, zutiefst verletzt ob solcher, ja ich möchte fast schon sagen: rassistischer Vorurteile! Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt. Eine andere Sache macht mir in Sachen Gendern wirklich Kummer: Wie kann es angehen, dass einem Kind jedes Recht auf Persönlichkeit abgesprochen wird? In der deutschen Sprache wird es versachlicht, zu einem Ding gemacht! Es heißt dort nämlich „das Kind“! Korrekterweise müsste man von „der Kind“ bzw. „der Kindin“ oder „den Kindern“ und den „Kinderinnen“ sprechen. All den Verfechtern der geschlechtergerechten deutschen Sprache müsste es hier die tiefste Schamesröte ins Gesicht treiben. Tut es aber nicht – oder sie benutzen, und das halte ich für wahrscheinlicher, ein verdammt gutes Make Up, um das derzeit so moderne Wort „Maske“ zu vermeiden.

Michael K. Albrecht

Weilheim

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