Leserbriefe

Gender-gerechte Sprache

Debatte um Gender-Sprech; Leserforum 31. Januar,Dirk Walter undAndrea Kästle: Grundschul-WC fürs dritte Geschlecht;Bayern 29. Januar

Ich widerstehe dem vorauseilenden Gehorsam ausgelöst durch die Debatte um die korrekte Gender-Schreibweise. Solange der deutsche Rechtschreibrat keine verbindliche Empfehlung ausgesprochen hat, lasse ich mir nicht das „d“ aufoktroyieren. Für mich ist das „d“ eher negativ besetzt. Möchten Sie sich als Individuum unter „divers“ wiederfinden? Dann schon lieber ein kleiner Stern *.

Gabriele Weber

Kirchseeon

Meine Reaktion bezieht sich auf den Leserbrief von Elisabeth Schulz aus Valley, der heute in ihrer Zeitung abgedruckt war. Sie hatte sich furchtbar darüber echauffiert, wie furchtbar die Toiletten für das dritte Geschlecht sind. 1. halte ich die Aufregung darüber für schlimmer als es eigentlich ist und 2. wenn Frau Schulz meint argumentieren zu müssen mit einem Gott der Mann und Frau geschaffen hat, argumentiere ich dagegen indem ich sage Gott hat damit auch Menschen mit beiden Geschlechtsmerkmalen geschaffen. Ist sie jetzt in der Position zu bestimmen wie mit diesen Geschöpfen Gottes umgegangen werden muss? Ich bin nicht besonders gläubig und das liegt zu einem großen Teil an solchen intoleranten Menschen wie Frau Schulz die von „sexueller Abartigkeit“ sprechen sobald irgendwas nicht in die Schublade passt, in der sie sich befindet. Wie gesagt liebe Frau Schulz gibt es einen Schöpfergott dann ist von ihm auch jegliche sexuelle „Abartigkeit“ gewollt. Ein Tipp: argumentieren sie das nächste mal bitte nicht mehr mit einem „alle Liebenden“ Gott. That hypocritical at it’s best.

Jennifer Holzapfel

Aschheim

Wenn man den oben genannten Artikel mit gesundem Menschenverstand liest, kann man es kaum glauben: Wir bauen demnächst in den Schulen des Landkreises München zusätzliche Toiletten für intersexuelle Kinder! Wer ist denn auf diese Schnapsidee gekommen? Die kleine Gruppe der Transsexuellen und Intersexuellen macht 0,1 % der Bevölkerung aus. Das heißt, dass an einer Schule mit 500 Kindern gerade einmal 0,5 Kinder transsexuell oder intersexuell sein könnten, wenn sie es denn schon wüßten, was Experten für diese Altersgruppe häufig verneinen.

Für dieses halbe Kind wird also ein separater Toilettenbereich geschaffen, für viel Geld und mit einer deutlichen Beschilderung, damit das unsichere Kind den Lokus auch findet. Das ist der eine Punkt. Aber jetzt kommt der viel wichtigere: Welches Kind wird sich das antun? Vor den versammelten Augen der Mitschüler*innen (ist das so gendersprachengerecht geschrieben?) durch eben diese Türe gehen und fortan zum Gespött der ganzen Schule werden? Vollkommen undenkbar!!! Gerade die betroffenen Kinder werden, wie bisher, auf eine vollkommen normale Toilette gehen, die Türe abschließen, ihr Geschäft verrichten und anschließend zurück ins Klassenzimmer finden. Und das sollte auch so bleiben.

Ich behaupte: Die Installation der geplanten Toiletten würde, wenn sie ordnungsgemäß genutzt würden, erst Recht zu einer Stigmatisierung der betroffenen Kinder führen. Haben sich das die verantwortlichen Damen und Herren aus den sozialen Berufen, die ansonsten offensichtlich chronisch unterbeschäftigt sind, einmal überlegt? Kein einziges Kind wird diese Toiletten nutzen, außer vielleicht, um dort heimlich zu rauchen, denn die Lehrer werden aus lauter Rücksichtnahme auf eine Kontrolle der „Divers“-Toilette verzichten. Ach, hätte es doch in unserer Jugend schon ein solches „Raucherklo“ als Rückzugsort gegeben, manchem von uns wäre ein Verweis erspart geblieben!

Christian Geigle

Grünwald

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