Leserbriefe

Giffey: Rücktrittsforderung und Respekt

Giffey verzichtet auf Doktortitel; Titelseite 14. November

Bundesfamilienministerin Giffey meint, sie verzichtet auf den Doktortitel, und dann sei alles wieder gut! Nein, meine liebe Dame, wenn in der Doktorarbeit be... wird, dann ist es Zeit für einen Rücktritt, siehe Karl-Theodor zu Guttenberg. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die FU Berlin ihr auch den Doktortitel entziehen muss, sonst fällt es ihr ein, ihn wieder zu tragen!

Sepp Wagner

Freising

Liebe Frau Giffey, Sie verdienen unseren höchsten Respekt für ihre Antwort auf die neue Attacke des Prüfungsausschusses der Freien Universität Berlin. So frei kann die Entscheidung, die Doktorarbeit nochmals zu untersuchen, nicht gewesen sein. Einige Kräfte wollen offensichtlich nicht nur Ihnen, sondern auch der SPD Schaden zufügen. Es wäre interessant zu wissen, wer dahinter steckt. Ich bin ohnehin der Meinung, dass man die akademischen Grade im Namen weglassen sollte, da sie nur eine soziale Spaltung verursachen und unnötigem Dünkel die Toren öffnet. Wichtiger wäre eine genaue Berufsbezeichnung der Titelinhaber.

Werner Caspers

Garmisch-Partenkirchen

Das Mindeste, aber beileibe nicht ausreichend. Die Bundesministerin befindet sich auf einer abschüssigen Strecke. Glaubt denn Franziska Giffey allen Ernstes, die Affäre um ihre Doktorarbeit wäre mit ihrer bloßen symbolischen Geste bereits aus der Welt?

Ihre Flucht nach vorne, sieht dann doch mehr so aus wie der verzweifelte Versuch, die politische Karriere radebrechend am Laufen zu halten. Aber wäre es an ihrer Stelle nicht angemessener, Annette Schavan, Silvana Koch-Mehrin und Karl-Theodor zu Guttenberg in gleicher Weise zu folgen und ehrsam politische Konsequenzen zu ziehen?

Liebe Frau Giffey, der besondere Stellenwert eines Menschen bemisst sich gewiss auch nicht nach der äußeren Hülle und seinen politischen Ämtern!

Thomas Prohn

Erding

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