Ohne Glauben kommt alles Wissen nicht aus

Der einzig Wahre; Gott gibt es; Welt ist ohne Gott schlechter; Leserforum 8., 12. und 13. Dezember

Der Leserbrief von Herrn Beilhack vom 8. Dezember 2017 fordert mich heraus. Zu behaupten es gibt keinen Gott ist schlicht und einfach kurzsichtig. Ich kenne kein Kunstwerk, hinter dem nicht ein Künstler steht, der es geschaffen hat. Aber das größte und schönste Kunstwerk, das Universum, soll sich selbst aus dem Sumpf (oder dem Urknall) gezogen haben? Für mich ist das zutiefst unlogisch. Oder besteht die überwiegende Mehrheit der Weltbevölkerung aus lauter Dummköpfen, weil sie an einen Gott glauben, auch wenn die Vorstellungen über ihn sehr unterschiedlich sind? Die letzten Zweifel an der realen Existenz Gottes haben mir Physiker hinweggefegt, die mir als Dipl.-Ing. näher stehen als Theologen. Von Werner Heisenberg wird überliefert: „Der erste Schluck aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber am Boden des Bechers ist Gott.“ Und Albert Einstein schrieb ca. zwei Jahre vor seinem Tod einem Freund: „Hinter allem muss ein großer Dirigent stehen.“ Dies ist doch eine schöne Umschreibung für Gott. In der Juristerei gibt es zudem den Grundsatz: „Kein Gesetz ohne Gesetzgeber.“ Auch die Naturgesetze haben sich also nicht selbst erfunden. Glauben heißt in erster Linie vertrauen, einem Freund oder dem Gottessohn Jesus Christus, dessen Geburt auf Erden wir in wenigen Tagen feiern. 

Josef Kußmann Freising

Natürlich gibt es einen persönlichen Gott. Natürlich wird all unser Denken und Glauben durch die persönlichen neuronalen Schaltkreise des Gehirns erzeugt. Da jeder Mensch von der DNA-Struktur, seiner neuronalen Vernetzung und seiner Erlebniswelt her unterschiedlich ist, gibt es diese verwirrende Vielfalt von Gottesvorstellungen auf unserem Staubkorn-Planeten. Die Neurowissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten Erkenntnisse gewonnen, die das Tor zu einem völlig neuen Weltbild aufstoßen. Empfindungen wie Religiosität, oder Nahtod-Erlebnisse können im Labor durch Gehirnreizung erzeugt werden. Das, was wir als „Seele“ empfinden, entsteht im Mandelkern, einem Teil des limbischen Gehirn-Systems. Jeder hat die Wahl, sich solchen Erkenntnissen zu verweigern oder darüber nachzudenken und Informationen zu sammeln. Noch nie in der Menschheitsgeschichte war die Chance so groß, sich zu informieren, zum Beispiel über das Internet. Wir Menschen benötigen offenbar Jahrtausende, um neue Erkenntnisse zu verarbeiten. Circa 300 Jahre vor Christus hat der Astronom Aristarch von Samos bereits berechnet, dass die Erde nicht das Zentrum des Sonnensystems sein kann. Er wurde mit Hohn und Spott bedacht. 2000 Jahre lang wurden Wissenschaftler und Philosophen, die die Sonne im Mittelpunkt sahen oder die Idee eines gigantischen Weltalls vertraten, verfolgt, eingesperrt, gefoltert oder verbrannt. Die Erkenntnis, dass Seele und Körper miteinander verbunden sind (Seele = Produkt des Gehirns) wird hoffentlich nicht noch einmal 2000 Jahre benötigen, um beim Menschen anzukommen. 

Konrad Brink Weilheim

Glaube ist nicht Wissen, aber ohne Glauben kommt alles Wissen nicht aus. Zum Beispiel die Frage nach dem Anfang der Welt kann von der Wissenschaft nicht beantwortet werden. Die Erwartung, den Schöpfungsplan Gottes verstehen zu können, hat sich nicht erfüllt. Ein objektives Bild vom Universum werden wir wohl nie haben – mangels einer Sicht von außen. An die Urknallsingularität kommt man nicht heran, die Urknalltheorie kommt aus ihrem Theoriestadium nicht heraus. Dass der Weltraum sich ausdehnt, wird geglaubt, nicht gewusst. Viel Glaube ist heute in die Wissenschaft abgewandert. Die Wissenschaftsgläubigkeit wird eine Enttäuschung erleben. Wenn herauskommt, dass der Expansionseindruck nur von der Kontraktion unseres eigenen Beobachterraumes kommt, was wir so wenig merken wie die Erddrehung, die wir auch mitmachen und deshalb den Sternenhimmel sich drehen sehen. Den Anfang der Welt Gott zuzuschreiben entlehnt zwar aller Einzelheiten, ist aber umfassend. Wissenschaft macht die Naturgesetze nutzbar, kann aber den Anfang nicht greifen und auch das Ende nicht berechnen. Sie hat Grenzen und braucht deshalb die Religion für die Vollständigkeit. Das Universum ist der Gott der Naturwissenschaft und für uns genauso ewig und unergründlich wie der Gott des Gemütes, zu dem wir „Du“ sagen können. Beten ist arbeiten an sich selbst. An der eigenen Entwicklung arbeiten soll auch die Wissenschaft, um zu erkennen, dass wir uns selbst bewegen. Das Universum hat sich lange genug um uns gedreht und sich für uns ausgedehnt, um uns nicht selbst bewegen zu müssen. 

Stefan Silbernagl Moorenweis

Jeder Mensch ist dafür verantwortlich, inwieweit Gott in dieser Welt zur Wirkung kommt, oder eben Satan, denn wir haben gewissermaßen beide in uns: Unser Gewissen ist die Stimme Gottes, Welcher im innersten unseres Herzens in jedem Menschen wohnt, seit JESUS den Tod überwunden hat. Wenn wir die bedingungslose und selbstlose Nächstenliebe praktizieren, bekommen wir eine innere Verbindung zu Ihm, und Er führt fortan unseren Lebensweg. Geben wir hingegen unserem Ego nach, welches von Satan bestimmt wird, und verfallen wir der Geltungssucht und Geldgier, führt jener unser Leben Richtung geistig-seelische Degeneration. Da sehr viele Menschen diesen leichteren, dunklen Weg gewählt haben, ist diese Welt so bösartig und schlecht geworden. Es wäre jedoch unsere Aufgabe, durch Hinwendung unserer Seele, welche wie der Leib satanischer Natur ist, zu Gott, ebendiese zu vergeistigen, wodurch sie und auch der Leib heilen können, und somit jeweils einen kleinen Teil des verlorenen Sohnes ins Vaterhaus zurückzubringen. Der Engelssturz, das Fallgeschehen würde somit beendet, sobald alle Menschen wieder zu Gott gefunden haben. Nächstenliebe ist völlig unabhängig von Rasse und Religion, jeder Mensch kann sie praktizieren, und folglich hat jeder Erdenbürger die gleiche Chance auf eine glückselige Ewigkeit. 

Yvonne Kettemann Rottach-Egern

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