Mindestens neun Verletzte bei Schüssen in Toronto - Schütze tot

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Alternativlos?

Auswirkung auf Gesundheit; Leserforum 20. Oktober

Ein Zwischenergebnis: Am 19. Oktober hat der Umweltausschuss des Europaparlaments mit großer Mehrheit gegen die Verlängerung der Zulassung des umstrittenen Pflanzenvernichtungsmittels Glyphosat gestimmt. Die Mehrheit kam zustande durch die Stimmen von Sozialdemokraten, Grüne, Linke, einen Teil der Liberalen und gegen Rechtskonservative, andere Liberale. Die Christdemokraten haben sich überwiegend enthalten, statt den Schutz von Umwelt und Verbrauchern nach vorne zu stellen! Enthält sich Deutschland im Rat der EU-Mitgliedsländer auch diesmal, ist zu erwarten, dass sich die Kommission für die Verlängerung der Zulassung ausspricht. Nächste Woche wird das Europaparlament im Plenum über die Resolution abstimmen. Damit steigt der Druck auf die Mitgliedsländer, die Genehmigung für Glyphosat endgültig auslaufen zu lassen. Enthält sich Deutschland im Rat der EU-Mitgliedsländer auch diesmal, ist zu erwarten, dass sich die Kommission für die Verlängerung der Zulassung ausspricht. Jetzt müssen EU-Parlamentarier und die Zivilgesellschaft die Chance nutzen, und das Gift vom Acker holen. Wer mithelfen will, unterzeichnet die Petition an die Bundesregierung gegen eine Neuzulassung des Ackergifts unter www.change.org/glyphosat Glyphosat – alternativlos? Am 19. Oktober wurde eine neue Studie zu Glyphosat veröffentlicht. Sie belegt die Gefährlichkeit des Gifts für die Natur und unsere Gesundheit. Sie zeigt aber auch die vielen Alternativen auf, die zu dem Ackergift bestehen. Nächste Woche diskutiert das Plenum des Europaparlaments die Linie des Umweltausschusses des Parlaments (ENVI). Danach entscheidet der Rat der Mitgliedsländer, ob es eine Laufzeitverlängerung für Glyphosat gibt. Hier kommt es jetzt auf die deutsche Bundesregierung an, die kritische Haltung von Frankreich und Italien zu unterstützen. Sie steht vor der Entscheidung: Weiter so mit der Vergiftung der Welt, oder Schluss damit, wir nutzen die Alternativen! Gerade während der laufenden Jamaika-Verhandlungen wäre eine Zustimmung der amtierenden Bundesregierung zu Glyphosat ein schwerer Vertrauensbruch. 

Heiner Schwab Lenggries

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