Bedenken wegen Glyphosat

Gelder nur bei Schutz von Wasser, Boden und Luft; Leserforum 4. Dezember

Spätestens seit der Schweizer Markus Imhoof den Film und das Buch „More than Honey“ präsentiert hat, weiß man, wie schlecht es um unsere Honigbienen (und andere Insekten) bestellt ist. Die Cocktails von Monsanto & Co. und die Kulturwüste der Agrarindustrie vertragen unsere Honigbienen nicht. Schon eine niedrige Dosierung löscht die Festplatte des Gedächtnisses der Bienen. Das eingeprägte Relief-Bild der Landschaft ist weg und die Bienen finden nicht mehr zum Stock zurück. Der Neurobiologe Prof. Randolf Menzel hat das bewiesen (Buch: Die Intelligenz der Bienen). Der Lebenskraft der Bienen hat man dadurch den Garaus gemacht. Aber von Pestiziden und Herbiziden unbelastete Bienen in Lappland und sogar in Südgrönland entlang des Polarkreises dagegen überstehen diese endlosen Megawinter, welche von Oktober bis Ende Mai dauern, und bringen vom kurzen arktischen Sommer sehr gute Ernten aus dem Blütenmeer der Tundra. Ein Wunder, welches sich von Jahr zu Jahr wiederholt. Die dortigen Imker haben allerdings Ärger mit Bären, welche die Bienenstöcke plündern. 

Manfred Kick Imker, Hausham

Die vielen Leserbriefe zum Thema Glyphosat zeigen doch, was das Volk wirklich will. In einer Demokratie müssen das die von uns gewählten Politiker beherzigen. Die Gesundheit der Menschen ist wichtiger als alles Geld. Ich möchte den Großeinsatz von Pestiziden als Körperverletzung (billigend in Kauf genommen) bezeichnen und das ist doch eine Straftat. Die Politik sollte den Konzernen wachsam und kritisch begegnen und das Wohl der Bürger schützen. 

Luise und Alois Schweinsteiger Miesbach

Dieser empathielose, unfähige Minister Herr Christian Schmidt (CSU, Bundesminister für Ernährung) lässt nicht nur unsere Küken vergasen oder lebendig schreddern, sondern er vergreift sich jetzt mit der Zulassung von Glyphosat auch noch an unserer Natur und damit an uns Menschen. Dieser Mensch gehört aus seinem Amt gejagt, was die Frau Merkel leider nicht schafft. Deshalb wählen Sie in Zukunft eine andere Partei, nur nicht CDU/CSU! 

Erika Neumann Weilheim

Glyphosat und Insektensterben! Erscheint Ihnen dies zu weit hergeholt und unglaublich, um darüber nachzudenken? Dann lesen Sie, was eines der größten Denkgenies aller Zeiten gesagt hat! Es ist Meister Eckhart aus Deutschland, er hat diese Welt mit seiner Gegenwart in der Zeit von 1260 bis 1328 beehrt und gesegnet. Meister Eckhart sprach aus seiner tiefen Weisheit heraus: Als ich in Paris predigte, habe ich gelernt, dass sich kein einziger Mensch in Paris vorstellen kann, trotz allem, was er gelernt hat, dass Gott in der unbedeutendsten Kreatur wohnt – sogar in einer Fliege! Wir leben alle in einem Königreich, aber wir haben die Verständigung untereinander verlernt. 

Kurt Wiedenhofer Bad Tölz

Was sind das nur für Menschen, denen Geschäft wichtiger ist als die Umwelt und die Zukunft unserer Kinder. Ich denke, der Minister Schmidt hat für seine Zukunft ausgesorgt. Monsanto usw. 

Otto Preithner München 

Wer sich zu Glyphosat selbst eine Meinung bilden möchte, sollte eine der zahlreichen Dokumentationen, zum Beispiel „Gift im Acker – Glyphosat, die unterschätzte Gefahr?“ ansehen. Der Film ist leider nicht mehr in der ARD-Mediathek verfügbar, aber leicht in YouTube zu finden. Er spannt einen weiten Bogen über die Problematik des 1964 als Rohrreiniger patentierten Pestizids vom Nachweis in Futtermitteln, Missbildungen bei Tieren und Menschen, dem Vorkommen in Muttermilch, negative Auswirkungen auf Insekten sowie Störungen im Hormonhaushalt von Pflanzen, verbunden mit Verzwergung und Bodenunfruchtbarkeit. Zweifelhaft erscheint die Rolle des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung), welches für die Europäische Union die Risikobeurteilung durchführt. Diese geschieht offenbar auf Grundlage vieler Gutachten, die meisten von der Industrie nachweislich selbst geschrieben oder in Auftrag gegeben und kommt zum Ergebnis, dass von Glyphosat keine Gefährdung ausgehen würde. Die unterschiedlichen Bewertungen der von Finanzmitteln der Konzerne abhängigen WHO (Weltgesundheitsorganisation - 2015 wahrscheinlich krebserregend / 2016 wahrscheinlich nicht krebserregend) verwundern in diesem Milliardengeschäft kaum noch. Ebenso wenig, dass zuständige Politiker die Mehrheitsmeinung der Bevölkerung wieder einmal übergehen und entgegen ihrer permanenten Beteuerungen doch wieder nicht verstanden haben. Die CSU dürfte von der nächsten Welle an Protestwählern erfasst werden, sollten sie Agrarminister Schmidt weithin unterstützen (75 % fordern in einer repräsentativen Befragung seinen Rücktritt). Die anderen Parteien haben noch die Chance, den Glyphosat-Einsatz auf nationaler Ebene baldmöglichst zu verbieten und den Vorwurf der Schein-Demokratie wenigstens etwas zu entkräften. An der AfD dürfte es zumindest nicht scheitern. Nach Schmidts umstrittener Zustimmung schrieb die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel, man könne nicht tatenlos zusehen, „wie auf Kosten der Gesundheit unserer Bürger skrupellos die Interessen von Chemiekonzernen vertreten werden. 

Paul Maier Erding

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