Fleißige Grundschullehrer

Von wegen „Spottlohn“ für Lehrer; Leserbriefe 8. März

Im Grundschulbereich haben die „halbtagsjobbenden“ Lehrer nicht nur von 8 bis 13 Uhr ein paar Unterrichtsstunden abzuleisten. Wer bereitet diesen Unterricht für die Kinder denn vor? Um den Anforderungen eines guten Grundschullehrers gerecht zu werden, sind Arbeitszeiten von 50–60 Stunden pro Woche keine Seltenheit. Neben täglichen Korrekturen der Hefteinträge, Proben und anderen Arbeiten sind natürlich auch die Unterrichtsstunden für den nächsten Tag vorzubereiten. Das vielerseits gerne genannte Mysterium „Wer einmal einen Ordner mit Unterlagen hat, kann ihn immer wieder verwenden und braucht nichts mehr zu arbeiten“ ist völliger Unsinn! Neben einem regelmäßig überarbeiteten Lehrplan, sind die Unterrichtsinhalte individuell auf die Schüler und deren Leistungsniveau anzupassen. Hinzu kommen eine Vielzahl von Arbeitsstunden für Elterngespräche, Fortbildungen, Konferenzen, Arbeitskreise, Neigungsgruppen, Schullandheime, Klassenfahrten u.v.m. hinzu. Fraglich ist vielmehr, warum ein Lehrer mit vielen Überstunden pro Schuljahr, diese nicht vergütet bekommt? Neben der „halbtags Lehrerarbeit“ kommen eine enorme Verantwortung sowie starke Belastung durch psychische und physische Einflüsse hinzu (Lärm, Verbalangriffe von Eltern, Konflikte zwischen Schülern, Übertrittsdruck in der 4. Klasse). Hinsichtlich der geforderten Leistung ist ein ordentlich arbeitender Grundschullehrer vergleichbar unterbezahlt.

 Philip Rudolf Freising

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