Leserbriefe

Hühner sind keine Schrauben

Beatrice Ossberger: Neuer Streit ums Kükentöten;Bayern 20. Juli

Die Geflügelzüchter praktizieren und verteidigen seit langer Zeit aus wirtschaftlichen Gründen das ethisch völlig inakzeptable Töten von männlichen Küken. Nun erbarmt sich eine Landwirtschaftsministerin und will diesem Treiben ein Ende bereiten, wodurch sich die Geflügelzüchter laut dem Artikel an den Pranger gestellt fühlen. Mit Verlaub: Da gehören sie auch hin. Das zynische Festhalten an der Massenproduktion von Eiern beziehungsweise Hühnern, die keine Nägel oder Schrauben, sondern lebende Wesen sind, ist nur einer von vielen Beweisen dafür, wie tief die Menschheit bereits gesunken ist.

Edith Glas

Peiting

Hier geht es um das Töten männlicher Küken, dann um die Haltung der Schweine in den Kästen, einmal um das Kürzen der Schnäbel, dann um die katastrophale Haltung der Legehennen, immer zum sogenannten Wohle des Menschen. Wenn es Prozesse dagegen gibt, sind es immer zivile Gruppen. Jedes Mal frage ich mich aber, wo bleiben die Kirchen? Von ihnen hört man dazu nichts. Ihre Aufgabe ist es doch, so lautet doch immer ihr Credo, die Umwelt zu schützen. Das Schreiben von Papst Franziskus, Laudato si, weist doch darauf hin. Aber weder die katholische noch die evangelische Kirche nimmt zu den Missständen Stellung. Fast könnte man meinen, sie profitieren davon.

Theodor Kreis

Germering

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