Wo ist denn da ein Problem?

Skrupellose Hundehalter?; Leserforum 24. April

Als Hundebesitzerin möchte ich mich zu diesem leidigen Thema ebenfalls äußern und nehme Bezug auf den Leserbrief von Michael Gerke aus Farchant. Sarkasmus ist manchmal lustig, nur in diesem Falle nicht angebracht. Frau Wendt möchte ich in Schutz nehmen, denn sie hat in allem Recht. Übrigens der Wolf wurde vom Menschen ausgerottet. Wenn es Hundebesitzer gibt, die der Meinung sind mit ihrer Hundesteuer sei alles abgegolten, demnach kann der Hund machen, was er will, dann ist das falsch. Es gibt sehr viele Hundebesitzer die mit dem Fahrrad fahren und der Hund läuft irgendwo, nur nicht dort wo sein Besitzer fährt. Es interessiert logischerweise dann auch nicht, ob der Hund in die Wiese macht oder an die Grundstücke von Häusern. Es gibt sogar Hundebesitzer, die lassen ihren Hund vor dem Auto im Schnelltempo voraus laufen und am Ende der Straße wird gewendet, um diesen Hund wieder die Straße in hohem Tempo voraus zu jagen. So gesehen vor einigen Tagen in Richtung Holzkirchen. Das hat mit verantwortungsvoller Hundehaltung in unserer dicht besiedelten Umgebung nichts zu tun. Selbst die Rücksicht auf andere Hundebesitzer fehlt. Für mich gehört es zum Anstand, wenn ich einem Hundebesitzer begegne, der seinen Hund an der Leine führt, dass mein Hund bei mir Fuß gehen muss oder kurz an die Leine kommt. Wo ist denn da ein Problem? Es kann doch nicht so schwer sein, seinen Hund zu erziehen, seine Hinterlassenschaft aufzuheben und zu entsorgen. Für mich zählt das zur Kategorie Anstand und Respekt, noch dazu bei der Menge an Hunden, die es mittlerweile gibt. Also Hundebesitzer, zeigt es den Nichthundebesitzern, wie das alles auch reibungslos gehen kann. 

Angelika Diebold Sauerlach

Aber, aber Herr Gerke: Ihre Antwort ist zwar typisch für Hundebesitzer, doch Fakt ist, dass ein Unrecht das andere nicht aufhebt. Nur weil Wildtiere auch im Straßenverkehr zu Schaden kommen, gibt das Hundebesitzern noch lange nicht das Recht zuzulassen, das Wildtiere durch Hunde zu Schaden kommen. Zumal sich Wildunfälle im Straßenverkehr nur schwerlich verhindern lassen. Im Gegensatz dazu bräuchte man ungehorsame Hunde nur anzuleinen, um qualvoll zu Tode gehetzte oder gebissene Wildtiere zu vermeiden. So einfach wäre das. Aber dazu bedarf es halt Hirn und Einsicht. Gell, Herr Gerke? Im Übrigen, Herr Gerke wimmelt es in meinem Umfeld tatsächlich nur so von hirnlosen Hundebesitzern, die ihre Hunde trotz fehlendem Gehorsam skrupellos in mehreren Hundert Metern, mitunter sogar Kilometern, laufen lassen, denn ich habe das zweifelhafte Vergnügen an einer stark frequentierten Gassistrecke zu wohnen. 

Verena Wendt Weilheim

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Keine Bodenhaftung
Bodenreform; Leserforum 16. November
Keine Bodenhaftung
Sofort handeln
Krach vor der wichtigsten Nacht; Politik 16. November
Sofort handeln
Meine Hochachtung
Todesstoß für unsere Artenvielfalt; Leserforum 17. November
Meine Hochachtung
Anwohner in den Ruin getrieben
Strabs und kein Ende; Forum für Volkes Meinung; Leserforum 16. + 15. November
Anwohner in den Ruin getrieben

Kommentare