Vor den Folgen ist immer alles super

Scheinargument Infraschall; Leserbriefe 27. März

Ich muss Ihnen leider zu Ihrem Leserbrief entschieden wiedersprechen. Beim Infraschall handelt es sich nicht um hörbare Frequenzen oder Lärm, sondern um nicht hörbaren Infraschall, der von unserem Unterbewusstsein aufgenommen wird und massive Schlafstörungen verursachen kann. Dazu gibt es genug wissenschaftliche Studien. Diese werden jedoch von den Windkraftherstellern ignoriert bzw. verharmlost. Wenn jedoch die betroffenen Menschen in Zukunft durch die Windräder vermehrt an Schlafstörungen leiden, brauchen wir uns nicht wundern, wenn die Menschen immer mehr durchdrehen. Wenn sich der Körper auch im Schlafe nicht mehr erholen kann vom täglichem Alltagsstress, dann ist eine Nervenkrankheit die unausweichliche Folge. Also, erst informieren und dann von Scheinargumenten schreiben! Fragen Sie mal die Menschen,die von den Windrädern betroffen sind! Vor den Folgen ist immer alles super. 

Hubert Pirchmoser Anzing

Zum Leserbrief von Herrn Schicktanz, der suggeriert, dass der von Windkraftanlagen erzeugte Infraschall gegenüber dem von Fahrzeugen erzeugten zu vernachlässigen ist, möchte anmerken, dass die meisten Motoren vier oder mehr Zylinder haben. Bei einem 4 Zylinder 4-Takt Motor finden zwei Explosionen pro Umdrehung statt. Bei 1200 U/min sind das 40 Hz - mit sehr hohem Oberwellenanteil. Zudem hat ein Kfz eine Vorrichtung, die dazu dient, den explosionsartigen Abgasstrom in einen kontinuierlichen umzuwandeln (genannt Auspuff) und abgesehen von Sportwagen funktioniert diese heutzutage meistens recht ordentlich. Außerdem muss man erheblich Luftmengen bewegen, um Infraschall zu erzeugen. Wollte man diese Luftmengen durch das dünne Auspuffendrohr schicken, wäre der Infraschall wohl das geringste Problem - bei 100 dB, 10 Hz und 8 cm Endrohrduchmesser bräuchte man das mehrfache der Schallgeschwindigkeit. Man kann über die Schallimpedanz der Luft und den der Lautstärke entsprechenden Schalldruck die Luftgeschwindigkeit berechnen und damit über die Wellenlänge den nötigen Volumenstrom eines Kugelstrahlers in m^3/s und daraus über den Rohrquerschnitt die Luftgeschwindigkeit. Um Infraschall zu erzeugen, braucht man wohl ein Rohr, das größer ist, als die größte Basspfeife einer großen Kirchenorgel. Ein 100-Meter-Windradrotor hat da ganz andere Möglichkeiten Luft zu bewegen. 

Michael Sögtrop Physiker, Poing 

Ein Witz, über den man leider nicht lachen kann. Ich kann Herrn Schicktanz nur zustimmen. Die krampfhaften aber vollkommen an den Realitäten und Fakten vorbeiargumentierenden Scheinlösungen zur Verbesserungen der Luftqualität scheinen mir wie eine Homöopathietherapie, die mittels Globuli Heilung verspricht. Fakt ist, dass Feinstaub meist durch Reifenabrieb verursacht wird, Fakt ist, dass mehr CO2 oder Methan durch Rinder als durch den gesamten, weltweiten Verkehr in die Luft kommt. Jetzt, nachdem man jahrelang den Diesel in den Himmel gehoben hat, wird er verteufelt und denen, die auf dieses Gefährt auch beruflich angewiesen sind, die Nutzung verweigert. In der Luftfahrt ist das keine Option. Was ist mit den vielen ausländischen Lkws die ohne adBlue auf unseren Straßen fahren. Und in der Realität ist auch ein E-Auto keine Lösung. Die Verkabelung eines ganzen Landes mit Steckdosen vor jedem Haus und Geschäft halte ich schon für ein Problem, von den Kosten für die Akkus und deren Entsorgung ganz zu schweigen.

 Wolfgang Teichmann Lenggries

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