Leserbriefe

Falsche Zahlen

Corona: Inzidenzwertnähert sich der 50;München 12. OktoberMasken senken Infektionsrate um rund ein Drittel;Titelseite 10./11. Oktober

Es ist traurig, wenn eine ganze Großstadt wegen falscher Zahlen stigmatisiert wird. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert vom 11. Oktober von 48,6 ist laut einem Radioreport heute auf 50,6 gestiegen. Leider ist für den Inzidenz-Wert die Einwohnerzahl von 31. Dezember 2019 mit 1 484 226 Personen zugrunde gelegt, die aktuellere Einwohnerzahl vom 31. März 2020 liegt aber bei 1 561 720 Personen. Umgerechnet ergibt sich dann für den 11. Oktober 46,188 und der 50,6-Wert wäre dann nur 48,089. Gerade in Großstädten wäre es wichtig, richtige Zahlen heranzuziehen, da hier mehr Personen betroffen sind, oder man sollte differenzierter nach Stadtvierteln Beschränkungen aussprechen. Ich halte mich an alle Corona-Regeln, aber das Beherbergungsverbot ist unangebracht und nicht zielführend, hoffentlich wird es bald gekippt.

Irmgard Huber

München

Die Maskenpflicht ist noch nicht überall ausgereizt: Grundschüler bis zur 4. Klasse brauchen am Sitzplatz keine Maske mehr tragen, auch wenn sie sichtbar krank sind und husten? Mit oder ohne Attest/Corona-Test liegt es dann im Ermessen des Lehrers, der einen Arztbesuch anordnen kann!

So geschehen in der Container-Grundschule Berg am Laim vor 14 Tagen. Erst ein erkältetes Kind in der Klasse ohne Maske, dann eine Woche später fünf angesteckte Kinder (inklusive Lehrerin) von 18. In der Klasse waren außerdem zwei Kinder, die Kontakt zu einem Covid-19-Kind hatten. Bekannt ist auch, dass im Innenraum das Infektionsrisiko 20 Mal höher ist! Leider sind das dann auch ideale Verbreitungsbedingungen für Covid-19!

Meine Bitte an die Lehrerin und die Rektorin, doch mindestens kranke Kinder im Klassenraum mit Maske zu vereinzeln, wurde abgelehnt: Alle „Vorschriften“ werden eingehalten. Es ist asozial, andere Menschen ohne Maske anzustecken, obwohl man mit Maske das Infektionsrisiko im Raum um bis zu 46 Prozent reduzieren kann. Auch die Kinder (mein Sohn ist neun Jahre) tragen Masken, wenn man das ihnen erklärt. Es ist bei Kindern meist nicht möglich, Covid-19 von Erkältung und Grippe zu unterscheiden, wie sollen die Lehrer das können? Experten (Drosten/Lauterbach) warnen die Schulen bereits, meiner Meinung nach ist diese Sorglosigkeit des Gesundheitsamtes in diesem Fall eine gefährliche Mausefalle für die Eltern und Angehörigen, die jederzeit zuschlagen kann.

Konrad Rudolf

München

An die Kanzlerin, an die Ministerpräsidenten: Beendet endlich die Corona-Tests. Das verschwendete Geld benötigen arme und kranke Menschen dringend. Wir haben (noch) das beste Gesundheitssystem weltweit. Neu sind jetzt Reise-und Beherbergungsverbote innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Diese Maßnahmen sind völlig überzogen. Das kann er gut, Herr Söder. Er stellt einfach den Gesslerhut auf, spricht Verbote und Befehle aus, fordert Gehorsam. Wem das missfällt, der zahlt.

Erika Herzmann

Penzberg

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