Nur im Rahmen der Gesetze

Debatte um den Islam in Deutschland; Leserforum 5. April

Dr. Ruland unterstellt, dass man den Koran gelesen haben muss, um dazu eine Meinung haben zu dürfen. Es reicht jedoch für eine gesunde Skepsis völlig aus, wenn in verschiedenen Suren im Koran mehrfach zu Mord gegen Juden und Christen aufgerufen wird, diese als Vieh bezeichnet werden und ihnen mit Gemetzel und Enthauptung gedroht wird. Sogar Attentäter können sich tatsächlich erfolgreich auf den Koran berufen. Unter Matthäus (22,21) finden wir im Neuen Testament „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist“. Mit dieser Aussage erlaubt Jesus die Trennung zwischen Kirche und Staat. Im Koran findet sich leider nichts dergleichen. Das ist wohl der Grund, dass es nahezu keine funktionierende Demokratie in islamischen Ländern gibt. Daneben ist zu bedenken, dass das Christentum in seinen Wurzeln eine extrem friedliche Religion ist. Die Geschichte des Islams ist jedoch bereits von Anfang an auf Gewalt und Eroberung ausgelegt. Das spiegelt sich bis heute auch im Text des Korans wider. Nachdem diese Worte vom Propheten selbst stammen, werden diese von der Mehrzahl der Muslime dummerweise nicht in Frage gestellt. Im Gegensatz dazu können sich durchaus Menschen oder politische Parteien wie die CSU in dieser jüdisch-christlichen Tradition wiederfinden, selbst wenn sie nie in eine Kirche gehen. Es gibt ein gemeinsames Werteverständnis, wie die Trennung von Kirche und Staat, was eben keine Selbstverständlichkeit ist. Frau Martz hat Recht, wenn Sie die Hasenherzigkeit der Christen bemängelt. Dann sollten wir aber auch den Mut haben uns gegen die aggressive Form des Islams zu wehren und uns nicht ständig moralinsauer mit unserer Vergangenheit beschäftigen und uns damit lähmen. Wir leben im Hier und Jetzt und nicht während der Inquisition oder im Dritten Reich! Heute sind Entscheidungen für die Zukunft zu fällen und wenn wir verantwortungsbewusst handeln wollen, dann orientieren wir uns an aufgeklärten Muslimen wie Ahmad Mansour, Necla Kelek, Hamed Abdel Samad und Bassam Tibi. Wir sollten aufhören die aktuellen Entwicklungen zum Islam in Deutschland zu beschönigen und uns hinter einen bequemen, aber naiven Humanismus zu verstecken.

 Josef Sporer Seeshaupt

a, bei uns herrscht Religionsfreiheit und jeder kann glauben, was er will. Aber nur, so-lange er sich an unsere Gesetze hier hält. Und da beginnt die Misere, denn wenn diese Gesetze hier wegen falsch verstandener Toleranz solange gedehnt und aufgeweicht werden, bis es zu Urteilen kommt, welche die Menschen nur mehr den Kopf schütteln lassen, dann geht das so nicht. Das fördert nur das ungute Gefühl, manche können hier fast alles machen, was sie wollen. Kinderehen, Viel-fachehen, Zwangsverheiratung, Märtyrer-Kämpfer, IS-Fanatiker usw. gehören nicht hierher. Und wer sich hier jeden Tag aufs Neue überlegt, gegen was er heute wieder klagen könnte, darf sich gerne überlegen, ob dies das richtige Land für ihn ist. Alleine der Versuch, einklagen zu wollen, mit der Burka Auto fahren zu dürfen, zeigt, was hier einige denken. Einfach mal ausprobieren, wie weit man gehen kann, hinterlässt ein ungutes Gefühl. 

Klaus Birkl Weilheim

Es stimmt: Zum Islam gehören viele friedfertige Muslime. Und zum Islam gehören auch muslimische Selbstmordattentäter, Taliban, Muslimbruderschaft, Dschihadisten, Salafisten, Islamischer Staat, Al Qaida, Scharia, Ditib, sich bekämpfende Schiiten und Sunniten, Flucht vieler Muslime (die von anderen Muslimen vertrieben werden) nach Europa, der Kampf vieler Muslime auf globaler Ebene gegen Nicht-Muslime (Ungläubige), ein islamischer Gottesstaat etc. Und es stimmt: Der Islam gehört auch zu Deutschland (Christian Wulff, Joachim Gauck, Angela Merkel und andere) – in all seinen Schattierungen! 

Ingo Müller Erding

Bei der Debatte „Gehört der Islam zu Deutschland?“ glaubt jede Partei, Schlaumeier des Jahres zu sein. Beleidigungen und Unterstellungen sind an der Tagesordnung. Dem Bundesinnenminister Horst Seehofer wird unterstellt, er würde bereits Wahlkampf für Bayern betreiben. Aber es ist ja bekannt, wem echte Argumente fehlen, der vergreift sich gerne in der Wortwahl. Nun vorweg: Der Islam gehört wirklich nicht zu Deutschland. Dabei lege ich das Augenmerk auf das Wort „gehört“. Es heißt doch, es wächst zusammen, was zusammengehört. Glaubt vielleicht jemand, der Islam könne mit etwas zusammen- wachsen, wenn innerhalb des Islam die verschiedensten Glaubensrichtungen der Meinung sind, sie seien die einzig richtigen Gläubigen. Wenn sie sich wegen dieser unterschiedlichen Glaubensausrichtungen gegenseitig die Schädel einschlagen und in die Luft sprengen. Islamgläubige Menschen flüchten aus Angst vor diesen angeblich religiösen Gewaltakten aus ihrer Heimat zu uns und müssen jetzt feststellen, hier soll der Islam (ja welcher denn?) auch zu Deutschland gehören. Bei den hier geführten Debatten bekommt man den Eindruck, nicht Iraner, Iraker, Türken und andere flüchten nach Europa, sondern Islamländer in Christenländer. Schreibt es Euch hinter die Ohren, Ihr Politiker, Menschen, nicht Religionen, sind es, die unsere Hilfe suchen! Menschen sind es auch, die unsere Hilfe missbrauchen. Die Religion trägt jeder Mensch im Herzen mit sich. Und das darf und soll er auch. Was unsere Bevölkerung möchte, ist Sicherheit. Nicht eine Religion ist die Gefahr, sondern die Menschen, welche ihre Religion als Begründung für widerlichste Straftaten missbrauchen. Tausende von den Sicherheitskräften erkannte Gefährder treiben sich in unserem Land herum. Durch Gesetze geschützt, die kein Mensch versteht. Hier ist anzusetzen. Wenn unsere Kanzlerin nicht bald mehr zu ihrem Innenminister hält, dann sehe ich schwarz für unsere Kinder und Enkelkinder. Die bisher gehörten und gelesenen Äußerungen aus den Reihen dieses Koalitionspartners SPD, ganz zu schweigen von der Opposition, lassen mich erschauern.

 Albert F. J. Jobst München

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