Gegen Jagd

Pro und contra Jagd; Leserbriefe 11. November

Und St. Hubertus ist in Wirklichkeit bestimmt nicht der Schutzpatron der Jäger. Denn der Überlieferung nach hatte St. Hubertus bei der Ausübung der Jagd einen lichten Moment und hat erkannt, dass das was er tut nicht richtig, sondern ein Verbrechen an unschuldigen Lebewesen ist. Er hat daraufhin die Jagd nicht mehr ausgeübt und zur Buße viel Gutes getan. Als es in der Kirche Mode war Schutzheilige zu verteilen, wurde der Hl. Hubertus sicherlich versehentlich den Jägern zugeteilt. Auch wird sich für Menschen, die einen gewalttätigen Umgang mit friedliebenden Tieren in der Natur betreiben und das oftmals nur als Spaß, Freizeitvergnügen oder auch als Sport und dabei die Natur mit bleihaltigen Munition vergiften, kein Heiliger hergeben. Das Entstehen von Leben egal ob Mensch oder Tier ist ein Wunder der Schöpfung und kein Tier wird mit der Absicht geboren, dass es vorzeitig von einem Statusmenschen erschossen wird. Der Schaden, der durch die Jagd angerichtet wird, ist weitaus größer der vom Wild. Das haben umfangreiche Studien bewiesen. Übrigens hat Neuseeland dieses Jahr die Jagd absolut verboten und das bestimmt nicht ohne Grund. Prof. Dr. Theodor Heuss sagte es schon vor Jahrzehnten. Ich zitiere: „Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit“. Die Jäger sind die Mitläufer, die Hauptschuld für diese Fehlentwicklung tragen die Kirche und die Politik.

 Fritz Meitinger Bad Tölz

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