Verzweifelte Strampelei

Gier der Krankenkassen; Leserforum 17. April

Die Äußerung von Bundesgesundheitsminister Spahn zur Höhe der Krankenkassenbeiträge ist leider nur ein weiterer Versuch, sich für das Amt des Bundeskanzlers zu empfehlen. Schließlich wird die Höhe der Krankenkassenbeiträge seit Gründung des Gesundheitsfonds per Gesetz und nicht von den Krankenkassen individuell festgelegt. Hinzu kommt, dass die Masse der angebotenen Kassenleistungen zentral von der Politik bestimmt wird. Die einzelnen Kassen können nur noch ein paar Leistungen anbieten, mit denen sie sich von den Konkurrenten unterscheiden. Wenn man sich einmal vorstellt, welche Irrsinnssummen bereits in die Entwicklung der elektronischen Gesundheitskarte geflossen sind und bis zur Umsetzung in die Praxis noch fließen werden, und sich dann überlegt, welche Leistungen für Kranke daraus hätten finanziert werden können, wird einem nur schlecht. Dies ist ein denkbar ungeeignetes Feld, um sich als volksnaher Politiker zu profilieren, wenn man über Jahre hinweg als prominentes Mitglied des Bundestages und als Staatssekretär an diesem System beteiligt war, ohne dass man mehr von ihm gehört hat, als dass Menschen über einem bestimmten Alter aus Kostengründen nicht mehr mit Gelenkersatzteilen versorgt werden sollten. Hält dieser Politiker alle Bürger für so blöd, dass sie seine verzweifelte Strampelei nach höheren Ämtern nicht merken. Aber anscheinend finden sich doch immer wieder Menschen, die diesen Gimpeln auf den Leim gehen.

 Rolf Krüger Murnau

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