Diskussion übers Altarssakrament

Die Kirche hat sich immer verändert; Leserforum 7./8. April

Streit um Abendmahl: Als katholisch getauft, evangelisch verheiratet, warte ich seit fünfzig Jahren auf eine vernünftige Verständigung der Kirchen vergebens. Dies führte bei mir zu einem guten Bibelverständnis. Als Jesus mit seinen Jüngern Abendmahl hielt: Nahm er das Brot, segnete und brach es, gab es seinen Jüngern und sprach: Nehmet und esset, dieses IST mein Leib! Darauf nahm er den Kelch, dankte, gab ihnen denselben und sprach: Trinket alle daraus! Denn dieses IST mein Blut, das Blut des neuen Bundes, welches für Viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden, tut dies zu meinem Gedächtnis. Von einer Wandlung sagte er nichts. Wenn unsere Kirchen das tun würden, was sie vorgeben, Jesu Botschaft verkünden! Diese Botschaft ist einmalig! An ihr ist nichts hinzuzutun! Und nichts hin wegzutun! Würde man sich daran halten, wären die Kirchenbänke nicht so leer. 

Maria Diel München

Vier Leserbriefe zum Thema „Kommunion“ (korrekt müsste es heißen heilige Eucharistie bzw. Altarssakrament), aber nur einer hält noch daran fest, dass bei der Wandlung (in der hl. Messe) Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi verwandelt werden. Aber auch dieser Leserbriefschreiber verlangt von der Kirche, dass sie sich „...der Zeit anpassen und verändern....“ muss, was der hl. Paulus ausdrücklich verbietet! („...Macht euch dieser Welt nicht gleichförmig, sondern gestaltet euch um durch Erneuerung eures Sinnes, um zu prüfen, was der Wille Gottes, was gut, wohlgefällig und vollkommen ist.“ Röm.12,2) Aber wer ist der hl. Paulus und wer ist der berühmte Herr Kraus.... Die andern reden in Bezug auf die hl. Eucharistie von „Lärm um nichts“, von „Verbohrtheit in bischöfliche Rituale“, dass „alle Glaubensinhalte von Menschen formuliert und erst anschließend als unveränderlicher Wille Gottes verkündet“ wurde, was übrigens absolut falsch ist! Die hl. Eucharistie hat Jesus höchstpersönlich und mit eindrucksvollen Worten eingesetzt! Wir Katholiken nennen die hl. Eucharistie auch „das Allerheiligste (Altarssakrament)“, dem ein eigenes Hochfest Fronleichnam gewidmet ist und dem alle Gläubigen höchste Ehrfurcht schuldig sind, weil Jesus selber in dieser hl. Hostie mit Fleisch und Blut gegenwärtig ist! Vor dieser hl. Eucharistie haben Kaiser und Könige ihre Kniee gebeugt und die Kirche hat durch alle Zeiten diesem Altarssakrament höchste Ehre zukommen lassen, was sich z.B. in gold- und edelsteinbesetzten Kelchen, Tabernakeln und Monstranzen zeigt. Schon die frühen Christen haben diesem Jesus höchste Ehre erwiesen. So hat z. B. der jugendliche hl. Tarcisius für die Unversehrtheit der hl. Eucharistie sein Leben hingegeben als seine heidnischen Spielkameraden ihm das Allerheiligste rauben wollten, das er zu gefangenen bzw. kranken Christen bringen wollte. Und nun sollen 2000 Jahre Glauben und höchste Verehrung plötzlich nichts mehr wert sein und die hl. Eucharistie - sozusagen als Mittel zum Zweck - einer selbsbetrügerischen „Ökumene“ geopfert werden, für die Glaubensinhalte - auch die wichtigsten und unverzichtbaren - nur noch eine Art Manövriermasse auf dem Weg zu einer „Einheit im gemeinsamen Irrtum“ sind? Man muss den Bischöfen, die interveniert haben dankbar sein, weil sie der Stimme ihres Gewissens gefolgt sind… Die Befürworter der Preisgabe der hl. Eucharistie mögen ihr Gewissen vor Gott erforschen, denn sie werden ihm Rechenschaft ablegen müssen und da zählt dann nur noch die Wahrheit und nicht der „Geist dieser Welt“, der den Menschen und nicht Gott gefallen will. Die ev. Christen, aber auch die relig. Analphabeten mögen bedenken, was die hl. Eucharistie für uns Katholiken bedeutet. Wenn sie wirklich an die Realpräsenz Christi im Altarssakrament glauben, dann müssen sie katholisch werden. Wenn nicht, dann sollten sie aus Achtung vor dem Glauben ihres kath. Partners die Nötigungsversuche zum Empfang der hl. Kommunion unterlassen! 

Hans Wirtz Neubiberg 

Viele Christen wollen – wenn überhaupt – ihren Glauben nur noch in homöopathischen Dosen leben. Was eine bestimmte Gruppe wünscht, das soll geschehen. Herr Kraus schreibt in einem Leserbrief zu Recht: Unser Glaube basiert darauf, dass bei der Wandlung in der heiligen Messe, Brot und Wein zu Leib und Blut Christi werden, was für die evangelische Christen nicht nachvollziehbar ist. Kein Papst, Bischof und keine Laienvertretung darf und kann das ändern. Es ist das Zentrum des katholischen Glaubens. Es wäre mehr als wünschenswert und notwendig, wenn der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm dazu Stellung nehmen würde, was die evangelische Kirche genau unter Abendmahl versteht. 

Konrad Menter Markt Indersdorf

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