Eine Bereicherung für die Kirche

Auch Frauen haben einen unverwechselbaren Platz in der Kirche; Leserforum 12. Januar

Erstaunlich und zugleich erfreulich ist es, welch großes Interesse an diesem katholischen Thema gezeigt wird. Die Gegner von Frauen in Ämtern in der Kirche berufen sich meist darauf, dass im Neuen Testament nichts von Frauen als Jüngerinnen stünde. Hoppla, schlecht oder unvollständig gelesen. Hier zwei Ausschnitte aus dem Evangelium von Lukas: A) Lukas 8/1/2: „Jesus wanderte von Dorf zu Dorf (In Galiläa, dem Ort des Beginns des Weges von Jesus) und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn, außerdem einige Frauen: Maria Magdalena, Johanna, die Frau des Chuzas, Susanna und viele andere. Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger.“ B) Lukas 24/1/2 (Nach dem Tod von Jesus, die gleichen Frauen. Also waren sie den ganzen Weg bei Jesus, auch beim Tod. Dort hatten die Männer am Angst sich zurückgezogen) „Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit wohlriechenden Kräutern in der Fjrüh zum Frauen Grab des Jesus. Da sprach einer von den beiden Engeln (Boten) zu ihnen: „Ihr sucht Jesus von Nazareth. Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden.“ Und sie (die Frauen) kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern. Es waren Maria Magdalena, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, auch die übrigen Frauen, die bei ihnen waren. Sie erzählten es den Aposteln.“ Wer Jesus und seine oftmals – damals äußerst problematische Sache – Schätzung der Frau kannte (Wunderheilungen von Frauen, Annahme auch in geistigen Gesprächen), der kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass die genannten Frauen und noch mehrere teilnahmslose Mitläuferinnen waren. Noch dazu, wo sie die einzigen waren, außer Johannes, die unter dem Kreuz Jesus in seinen Tod begleiteten, und sei es waren, die den „Jüngern“ die Botschaft von Auferstandene überbrachten. Die Experten (Theologie) sind sich ziemlich einig, dass in den frühen christlichen Gemeinden Frauen nicht nur dabei waren, sondern durchaus führende Stellungen innehatten. Ziemlich gesichert ist, dass eine sogar ein Art Bischöfin über mehrere Gemeinden war. Leider drehte sich diese Situation, die Männerdomäne (wohl Macht) bewirkte den Ausschluss der Frauen. Warum sollten wir nicht zurückkehren zu den Wurzeln? Die Frauen als Jüngerinnen des Jesus. Damals – und hoffentlich bald – heute. Sicher eine Bereicherung für die Kirche.

 Willi Jackl Bohn Oberammergau

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