Unsere Zukunft sichern

Mehr Kinder; Leserbriefe 25./26. März

Ja, Herr Püchner, ich freue mich über jedes neugeborene Kind in Bayern, Deutschland oder einem europäischen Nachbarland. Es stärkt in mir die Hoffnung auf Bewahrung landsmannschaftlicher Werte und Traditionen. Ja, die Kinder sind unsere Zukunft. Doch, ob sie, wie Sie glauben, unsere Zukunft sichern und erfolgreich gestalten können, damit auch wir Alten ohne größere Sorgen unser Dasein fristen können, ist mehr als fragwürdig. Folglich betrachte ich die Argumente von Herrn Lohn nicht als so falsch, wie Sie, Herr Püchner es tun. Unsere Kinder können die beste Erziehung und Ausbildung erfahren, sie können als nachrückende Generation in Gemeindegremien, Parlamenten und Regierungen mit bestem Wissen und Gewissen ihre Entscheidungen für das Wohl des Volkes treffen. Doch zum Zuge kommen letztendlich die Vorstellungen derer, die gar keine gewählten Volksvertreter sind, die aber die Interessen einer mächtigen Wirtschaft vertreten. Die jeweilige Interessenlage in Deutschland (und allen anderen Industriestaaten) kann man in einer einfachen Formel zusammenfassen: Vor der Industrialisierung galt: Wie viel Wirtschaft braucht der Mensch? – Seit der industriellen Revolution und vor allem heute gilt: Wie viele Menschen braucht die Wirtschaft? In Zeiten einer wirtschaftlichen Globalisierung, in denen Wachstum und Profit die allein seligmachenden Werte einer Führungsriege darstellen, sind Wohlfahrt und gesicherte Zukunft einzelner Menschen zwar erlaubtes Wunschdenken, das sich aber den Interessen der Wirtschaft unterzuordnen hat. 

Peter Schirmer Schongau

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