Klima-Wandel – Klima-Fetisch

Wer den Klimawandel leugnet, gefährdet unser aller Zukunft; Leserforum 11. September, Friedemann Diederichs: Der Faktor Mensch; Kommentar 8. September

Ende der 70er Jahre setzte in der Meteorologie eine unheilvolle Entwicklung ein, welche die theoretische Grundlagenforschung abwürgte. Zudem entdeckte die Politik das Fach, damit war es um selbiges endgültig geschehen. Ab den 90er Jahren wurden die Lehrstühle mit Leuten besetzt, die keine fachliche Eignung besaßen, aber sich opportunistisch im System einordneten. „Klimaforscher“ sind heutzutage auf den anthropogenen Klimawandel dringend angewiesen, da sie ohne diesen kaum noch Forschungsprojekte finanziert kriegen. Anfangs noch Pragmatiker, mutierten sie später zu Überzeugungstätern. Man muss diesen Hintergrund kennen, um den aktuellen Klimawandelfetischismus zu begreifen. Dass es sich nicht um kontroverse Debatten, sondern um die Verteidigung einer Ideologie handelt, zeigt der aggressive Duktus der Klimaforscher, der sonst in der Wissenschaftswelt unüblich ist. Ihre Vorgehensweise folgt stets demselben Schema: Statistiken und Computersimulationen werden zurechtgebogen, bis sie das gewünschte Ergebnis produzieren. Fakten, die nicht zur Ideologie passen, lässt man weg. Zu den Spekulationen der Leserbriefschreiber Berz und Winter: Wirbelstürme zeigen bezüglich Häufigkeit und Intensität keinen Trend! In den letzten Jahrhunderten hat die Klimavariabilität sogar abgenommen! Zudem wird die CO2-Rolle überschätzt: Von allen bekannten Treibhausgasen ist CO2 das mit Abstand schwächste. Auch jetzt hinkt der CO2-Anstieg dem Temperaturanstieg hinterher, dieser setzte ja im 18. Jahrhundert ein. Wenn Meteorologen zu seriöser Wissenschaft unfähig sind, sollen sie wenigstens die vielen Umweltschweinereien anprangern, die immer schlimmere Ausmaße annehmen. 

Dr. Matthias Hornsteiner Novosibirsk/Russland

Der real existierende Klimawandel wird wohl nur von wenigen Ignoranten wie Trump bestritten. Allerdings sind die Aussagen zu den Ursachen kurz gegriffen. Eine Tatsache wird bisher ignoriert bzw. bewusst verschwiegen. Ein Mensch produziert allein durch seine Existenz mit seiner Atmung bis zu 2 Tonnen CO2 pro Jahr, was einer Jahresfahrleistung eines Mittelklasse-Pkw von 10 000 km entspricht. Man braucht nicht lange nachzudenken, um zu dem Ergebnis zu kommen, dass 8 Milliarden Menschen auf der Erde doppelt soviel CO2 produzieren wie 4 Milliarden Menschen. Selbst wenn ab sofort keinerlei fossile Brennstoffe mehr verbrannt würden, nähme der CO2-Gehalt in der Atmosphäre durch die Zunahme der Bevölkerung zu. Wenn sich die Erdbevölkerung wie prognostiziert in den nächsten 30 Jahren auf 14 Milliarden Menschen erhöht, wird das auch den CO2-Gehalt der Atmosphäre verändern. Alle politischen Maßnahmen (Verkehr, Energieerzeugung, Heizung, usw.) sind nur kosmetischer Natur und können den Anstieg lediglich verlangsamen. Das eigentliche Problem und damit die wesentliche Ursache für die Klimaveränderung liegt somit in der Überbevölkerung der Erde. Mehr Menschen brauchen auch mehr Nahrung und mehr Wohnraum, mehr Energie, wobei mehr Wohnraum zulasten von landwirtschaftlich genutzter Fläche geht und damit zum Verlust von Fläche für Pflanzen, die CO2 verbrauchen und Sauerstoff produzieren. Das wiederum führt zu sinkender Nahrungsmittelproduktion bei steigendem Bedarf oder steigendem Einsatz von Pestiziden und Düngern um die Erträge pro Fläche zu steigern. Das sind sich gegenseitig ausschließende Ziele. Die Zukunft sieht also nicht so rosig aus, wie es Politiker gerne versprechen, wenn die Menschheit ihre eigene Zunahme nicht in den Griff bekommt. Das allerdings widerspricht unseren humanistischen Idealen. Quo vadis, Homo sapiens?

 Frank Rogalski Straußdorf

„Wer den Klimawandel leugnet, gefährdet unser aller Zukunft“. Das mag eine griffige Schlagzeile sein, aber sie ist falsch. Durch das Leugnen passiert noch gar nichts. Unsere Zukunft wird eher gefährdet durch Falschinformationen, an die unkundige Politiker glauben. Dies kann man schon daran sehen, dass selbst eine Frau Dr. Maiken Winter Falschmeldungen verbreitet: Die Behauptung, dass 97 % aller Wissenschaftler sich einige wären, dass die Erde sich erwärmt wegen steigender Treibhausgase verursacht durch die Menschheit. Diese Aussage ist falsch, was in verschiedenen Publikationen nachzulesen ist. Selbst wenn diese Fakenews richtig wäre, muss man sich als Naturwissenschaftler fragen, ob wissenschaftliche Erkenntnisse von Mehrheiten bestimmt werden. Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten, sagte Betrand Russel einmal. Wenn die Mainstreampresse nur die bezahlten Lobby-Wissenschaftler des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung oder gar Herrn Latif zitieren, kann man davon ausgehen, dass dies nichts mit Wissenschaft zu tun hat, sondern reine Politik ist. Aber dafür tritt Frau Dr. Maiken ja nun an. 

Dr. rer. nat. Uwe Erfurth Bad Kohlgrub

Wer den Klimawandel leugnet, gefährdet unser aller Zukunft. Mit einer Entgegnung, wie die der Biologin Dr. Winter habe ich gerechnet. Sie stellt treffend die heute weitverbreitete Meinung über das Klimageschehen dar. Auch wenn ein ehemaliger amerikanischer Vizepräsident dafür einen Nobelpreis erhalten hat und angeblich 97 % aller Wissenschaftler die Meinung vertreten, dass die Erdatmosphäre sich durch den Einfluss von Treibhausgasen aufheizt und der Mensch der Verursacher der Klimaänderung ist, entbehrt diese Meinung einer naturwissenschaftlich abgesicherten Grundlage. Mehrheitsbeschlüsse sind hier nicht zielführend. Modellrechnungen, auf denen diese Behauptung aufbaut, weisen einen Hauptfehler auf: Es lassen sich keine sicheren Vorhersagen treffen! So sollte bereits bei der heutigen Kohlendioxidkonzentration, unter Einbeziehung der Wärmeaufnahme der Meere, in der Atmosphäre eine wesentlich höhere Globaltemperatur erreicht worden sein, als real beobachtet wird. Ein Anstieg der globalen Mitteltemperatur (wie problematisch seine exakte Festlegung auch immer ist) setzt ab dem Jahr 1920 ein. Seit dem Jahr 1750 ist ein beschleunigter Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Erdatmosphäre zu beobachten, der im Übrigen bis heute zu einer massiven Steigerung der flächenbezogenen Ernteerträge beigetragen hat- eine sehr positive ökologische Nebenwirkung. Ein Hinterherhinken der globalen Mitteltemperatur hinter der Steigerung der Kohlendioxidkonzentration, wie es von den Modellen angenommen wird, ist in der Natur nicht feststellbar. Eine Temperaturerhöhung der Erdoberfläche greift sehr wohl in das chemisch/ biologische Gleichgewicht ein und beschleunigt die Freisetzung von Kohlendioxid als Reaktionsprodukt biologischer und chemischer Prozesse, wie die mikrobielle Umsetzung von Methan zu Kohlendioxid am Meeresboden. Durch eine weitere Steigerung der Kohlendioxidkonzentration wird die Zukunft der Menschheit weitaus weniger gefährdet, als durch die derzeit erfolgte Fehlinvestition von finanziellen Mitteln in Kohlendioxid-Vermeidungs-Projekte. Die gigantischen Finanzmittel, die derzeit in diesen Bereich fließen, sollten besser für einen realen Schutz gegen die Auswirkungen der nicht menschengemachten Klimaänderung und wirtschaftliche/humanitäre Hilfsprojekte eingesetzt werden.

 Dr. Jürgen Langeheine Gauting

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