Leserbriefe

Maßlose Milch- und Fleischproduktion

Dauerthema Klima: Leserforum 6. August

In den Berichterstattungen zum Klimawandel fehlt, dass die konventionelle Landwirtschaft eine der Hauptverursacher des Klimawandels ist. Denn aufgrund ihrer maßlosen Milch- und Fleischproduktion und dem daraus resultierenden Gülleüberschuss trägt sie mehr zur globalen Erwärmung bei als der gesamte Verkehr auf Schiene, Straße und in der Luft. Die Webseite www.simply-live-consciously.com betrachtet die Fleisch- und Milchindustrie sogar als Mehrheitseignerin der Klimakatastrophe, denn laut dem renommierten Word-Watch-Institute werden mindestens 51 Prozent aller klimaschädlichen Gase (CO2-Äquivalente) durch die Tierhaltung verursacht.

Die effektivste Methode, um den CO2-Ausstoß und den damit verbundenen Klimawandel aufzuhalten, wäre also eine Ernährung ohne Tierprodukte. Ohne eine Reduzierung der Tierzahlen und des Fleischkonsums wird Deutschland seine Klimaziele nie erreichen. Die Webseite nennt auch den Grund, weswegen Politik und Presse die Landwirtschaft und damit verbundene Tierindustrie trotz Beweis für ihre Klimaschädlichkeit nahezu unbehelligt lässt. Es ist die alte Binsenweisheit „Geld regiert die Welt“. Tierindustrie und Landwirtschaft sind riesige Maschinerien, welche Milliarden an Subventionen beziehen, weswegen Industrie und Politik viel daran gelegen ist, diese Wirtschaftssektoren aufrecht zu erhalten. Deshalb werden alle damit einhergehenden Probleme totgeschwiegen oder schöngeredet, und die dringend notwendige Änderung der EU-Agrarförderpolitik wird auch weiterhin von der Bundesregierung blockiert. Aber ohne diese wird sie ihre eigenen Ziele im Klimaschutz nie erreichen.

Verena Wendt

Weilheim

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