Kein Trend zu mehr Tornados

Der Klimawandel ist’s; Leserbriefe 10. Juni

In Ihrem Leserbrief behauptet Frau Stadler, dass der hausgemachte Klimawandel zu den immer häufiger auftretenden Extremwetterlagen beiträgt. Auf welcher Datenbasis diese Behauptung beruht, erschließt sich mir nicht. Laut Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hat sich seit 1951 die Anzahl der Tage pro Jahr mit Starkniederschlag von mehr als 30 mm nur geringfügig, aber nicht signifikant erhöht. Ein Bericht des Umweltbundesamts von 2015 kommt zum gleichen Schluss, dass es keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland gebe. Hinsichtlich Stürmen gilt Ähnliches. In Deutschland werden pro Jahr etwa 20 bis 60 Tornados registriert. Laut DWD ist aber kein Trend zu mehr Tornados erkennbar. Auch ein eindeutiger Zusammenhang mit dem Klimawandel ist nicht belegbar. Die Unwetter von Anfang Juni 2016 beruhten zwar auf einer ungewöhnlichen Wetterlage. Solche Wetterlagen hat es und wird es immer wieder geben und können deshalb nicht als Klima-Signal gedeutet werden. 

Dr. Johann Reiter Miesbach

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