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Was geschieht mit der Pflegeversicherung?

Nachteile der Bürgerversicherung; Leserforum 6. Dezember

Zur Bürgerversicherung gibt es eine wichtige Frage, über die bisher kaum gesprochen wurde: Wer muss Beiträge zahlen: Alle Versicherten? Oder nur diejenigen, die tatsächlich eine Beschäftigung ausüben und Geld verdienen? Ein großer Unterschied zwischen GKV (gesetzliche Kassen) und PKV (privaten Kassen) besteht ja darin, dass es in der GKV die kostenlose Familienmitversicherung gibt, während man in der PKV für jedes Familienmitglied Beiträge bezahlen muss (auch für Säuglinge und Kinder). Deshalb sind bei der Auflösung der Privatkassen folgende vier Zahlen wichtig: 1. Anzahl der privatversicherten Personen und deren gesamtes Beitragsaufkommen 2. Bei deren Übernahme in die GKV oder Bürgerversicherung: Anzahl der tatsächlichen Beitragszahler und deren Beitragsaufkommen. Zur Anzahl der Versicherten hat WELT online am 3. Dezember 2017 folgende Zahlen für das Jahr 2015 veröffentlicht: PKV: 8,77 Millionen zahlende Mitglieder GKV: 55,94 Millionen zahlende Mitglieder/16,31 Millionen beitragsfreie Mitglieder. Legt man für die PKV dasselbe Verhältnis zwischen zahlenden und beitragsfreien Mitgliedern zugrunde, kommen etwa 2 Millionen beitragsfreie Mitglieder, aber nur 6,77 Millionen zahlende Mitglieder in die GKV bzw. Bürgerversicherung hinzu. Ich meine, dass sich dann eine Unterdeckung ergeben wird, die nur durch höhere Beiträge oder durch Leistungskürzungen aufgefangen werden kann. Das müsste eigentlich auch unseren Politikern - auch H. Lauterbach - klar sein. Noch eine Frage: Was geschieht mit der Pflegeversicherung, die ja auch über die Krankenkassen verwaltet und abgewickelt wird? Auch darüber hört man nichts. 

Peter Schindler München

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