Massive Kostensteigerungen

Warum diese Steigerung?; Leserbriefe 7. März

Nach 23 Jahren private Krankenversicherung (ohne Beihilfe) im Alter von 29–51 Jahren (in denen ich wenig medizinische Hilfe benötigte) kenne ich das leidige Beitragsthema, das mit massiven Kostensteigerungen und Altersrückstellungsansparung begründet wird seitens der Versicherer. Nun, meine Altersrückstellungen aus 23 Versicherungsjahren habe ich verloren, als ich – nachdem ich, um die Versicherungsprämien bezahlen zu können, den hierfür aufgenommenen Kredit nicht mehr bedienen konnte – aus der PV ausscheiden musste. Ich war in einem sogenannten geschlossenen Tarif versichert gewesen; sämtliche Alternativangebote seitens der PV waren keine Alternative, selbst der sogenannte Basistarif war zu teuer für mich (Stand 2012). Den seinerzeitigen Kredit zahle ich heute noch/wieder ab. Ob es Glück war, dass ich im 52sten Lebensjahr in die Gesetzliche Krankenversicherung (GV) wechseln konnte, weiß ich nicht. Als nun freiwilliges Mitglied in einer GV liegt mein Beitragssatz bei 17 % sämtlicher Einkünfte. Ein ganz anderes Thema sind wohl Beihilfe und Restversicherung in der PV von ca. 10–20 %. Erstaunt hörte ich von einem kurz verheirateten Ehepaar, er pensionierter Beamter, sie (53 Jahre) Angestellte. Die Ehefrau hört auf zu arbeiten, ist beihilfeberechtigt und zahlt trotz des höheren Eintrittsalter in die PV nur 230 Euro monatlich. Als freiwillig GV-Versicherte müsste sie den Mindestsatz von 180 Euro/Monat bezahlen bzw. würde nach dem ehelichen Bruttogesamteinkommen veranlagt. Ich fühle mich zweifach betrogen: verlorene Pensionsrückstellungen bei der PV und die nun zu berappenden 17 % meiner Gesamteinkünfte, was mich in existentielle Not bringt.

Hilde Pirzkall Fürstenfeldbruck

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