Debatte ums Kreuz

Dieter Dorby: Richter hängt Kreuze wieder auf; Bayern, Unabhängige Justiz mit Kreuz; Leserforum 1. Februar

Herzlichen Dank der großartigen Leserzuschrift von Carl Sölch. Endlich wagt es jemand unserem Zeitalter die richtige Bezeichnung zu geben: „Gefährliches babylonisches Atomzeitalter“. Wollen wir in dieser apokalyptischen Zeit bestehen, bedarf es solcher Mahner wie Carl Sölch und einer klaren Ethik wie der christlichen. 

Gabriele Rittaler München

Als ich aus der Zeitung (Merkur 1. Februar 2018) erfuhr, dass das Kreuz wieder im Gerichtssaal hängt, war ich ungemein erleichtert, ja, glücklich und all denen von Herzen dankbar, die dazu beigetragen haben. Was soll da das Wort „Hass“, dazu gehört „Drohung“, die nicht ausgesprochen worden ist. Tiefe Enttäuschung, Zorn und Trauer waren doch wohl berechtigt. 

Luise Waitzinger Peiting

In der Angelegenheit „Kreuzsache in Miesbach“ wurde inzwischen viel geschrieben. Die mit Abstand beste Zuschrift ist nun die von Carl Sölch, der die Angelegenheit auf den entscheidenden Punkt bringt. Wenn wir auf dieses Symbol in einem missverstandenen Toleranzbegriff verzichten, werden wir bald nichts mehr haben, in dem wir übereinstimmen mit Ausnahme des Nichts und der Leere. Sollten kahle Wände in Schulen und Krankenhäusern die alleinigen Zeugen unserer christlich-abendländischen Kultur sein? 

Alfred Zeber München

Die neu entfachte Diskussion um das Kreuz in Gerichtssälen wie auch in Schulen gibt Anlass, die Kampagne grundsätzlich zu hinterfragen. „Kreuz” oder „Kruzifix“? Es wäre zunächst einmal klar zu definieren, was die Gegner in diesem Streit wirklich stört bzw. wodurch sie sich in ihrem religiösen Empfinden angeblich verletzt fühlen. In erster Linie dürfte es sich wohl und ausschließlich um das „Kruzifix“ (lat. cruci, „dem Kreuze“ + „fixus” „angeheftet“ (s. Wahrig), die plastischen Darstellung des geschundenen Christus am Kreuz gehen und nicht um das „bloße“ Kreuz als Symbol des Christentums und somit der christlichen Kultur. Sich gewaltsam nur gegen das „Kreuz“ aufzulehnen, ist meines Erachtens schon blinder Hass. In den Medien werden beide Begriffe immer wieder einer für den anderen verwendet. Da stellt sich die Frage, welcher Begriff Grundlage für das Urteil des Europäischen Gerichtshofs war und wie lange wir uns noch Einmischungen und Bedrohungen von außen gefallen lassen (müssen?) Wo bleibt die Toleranz der Gegenseite? Aus den fanatisch verhassten „Ungläubigen“ könnten mit einem Federstrich letztendlich friedfertige Andersgläubige werden. 

Fred Hufnagel Seefeld

Der Zuschrift von Carl Sölch kann ich leider nicht zustimmen, wenn er von einem babylonischen Zeitalter spricht. Noch nie ist es uns so gut gegangen und wir leben in einer unendlich langen Friedenszeit. Aber es ist wohl typisch für unser Land, dass Leute, die Unheil-Botschaften aussprechen, auch als Leserbriefschreiber mehr Chancen einer Veröffentlichung bekommen als diejenigen, die Dankbarkeit und Zufriedenheit bekunden. Es stimmt schon: Bad news are good news. 

Fritz Tischer München

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