Die Scheinheiligen werden immer mehr

Kein Kreuz an der Kette?; Leserforum 15./16./17. April, Claudia Möllers: Ein Berliner Un-Recht; Kommentar, Lehrerin darf keine Kreuz-Kette tragen; Weltspiegel 13./14. April

Das Neutralitätsgesetz hat die SPD verabschiedet. Herr Schulz, welcher jetzt Kanzler werden will („100 % SPD“), hat Kreuze auch abgelehnt. Politiker in führenden Positionen vom SPD haben in Berlin ein Chaos mit Schulden herbeigeführt und hinterlassen! Früher hätte man sie dafür aus Kreuz genagelt. Hallo, Christen, wo soll das noch hinführen? Sind nicht in jeder Partei Christen? Nicht jeder Heilige war heilig, aber die Scheinheiligen werden, glaube ich immer mehr. 

Berthold Burkhard Schongau

Sechs Leserbriefe betrachten in einleuchtender Weise den Vorgang „Gerichtsurteil gegen eine Lehrerin“ aus der Sicht unterschiedlicher Aspekte. Ergänzend fehlt nur der offizielle Aspekt, der in etwa lauten könnte: Warum nur wehrt die gläubige Lehrerin konsequent alle Angriffe gegen ihr kleines Kreuz am Halskettchen vehement ab und provoziert letztendlich sogar ein Gerichtsverfahren? Könnte sie sich nicht einfach am Vorbild ihrer irdischen Ober-Hirten orientieren nach dem Motto: Droht Ärger mit dem Kreuz Christi, wupp damit in die Tasche und nur noch freundlich lächeln? Damit hätte sich die gute Frau viel persönlichen Ärger und uns viele Diskussionen erspart. So was aber auch!

 Bernd Haedrich Benediktbeuern

Was ist nur in Deutschland los, mit unserer Regierung, mit der Justizia? Warum beugen und kuschen sie sich so vor dem Islam, vor was haben sie Angst? Wenn man in ein fremdes Land geht, noch dazu als Asylant ,hat man sich an die Regeln und Gesetze zu halten dieses Landes und darf keine Ansprüche stellen. Es kann doch nicht angehen, dass in unserem eigenen Land in den öffentlichen Einrichtungen Kreuze abgehängt werden und den Pädagoginnen die ein Kreuz als Schmuckstück tragen, verboten wird, irgendwo hört die Toleranz zum Islam auf. Der 100 %-Mann, der auf Wolke 7 flog, hat es ja schon mal prophezeit. Sollte er zum Kanzler gewählt werden, können wir uns auf so was schon einstellen. Wir verlangen von unseren Politikern, dass sie zu unserer Religion stehen und unser Christentum verteidigen, sonst müssen wir um unser Leben bangen. 

Hannelore Kascha Dietramszell

Christen auf dem Rückzug, Kreuze entfernen in Schulen, von den Gipfeln etc. Die Entwicklung in Berlin zeigt, wo wir hinkämen, wenn Rot/Rot an die Macht käme, da diese ja das Neutralitätsgesetz in Berlin geschaffen haben. Wo bleibt aber der Aufschrei der Parteien mit dem C und der kirchlichen Oberhirten? Armes Deutschland Glück auf! 

Dieter Schönfeld Grafing 

Den Leserbriefschreibern ist zuzustimmen, so kann man auch eine Kultur zerstören, wegen übertriebener Toleranz von Andersgläubigen. Nur den Ausführungen von Frau Strobel aus München erlaube ich mich zu widersprechen. Das Kopftuch der Muslima ist kein religiöses Zeichen. Das Kopftuch ist ein Zeichen des politischen Islam und zeugt von der Unterdrückung der Frauen, es steht für Geschlechterapartheid und ist daher abzulehnen. Das Kopftuch diente ursprünglich dazu, ehrbare Frauen von Sklavinnen zu unterscheiden, also zur Diskriminierung der Frau. Wir brauchen das nicht in unserer Gesellschaft. Das christliche Kreuz ist die Offenbarung, die Erlösung und Freiheit, die uns Jesus durch seinen Kreuzestod gegeben hat. Das Kopftuch aber, dient der Unterdrückung und Unfreiheit der Frauen, das ist der tief greifende Unterschied. 

Hermann Unterkircher Garmisch-Partenkirchen 

Leider gibt es immer öfter Nachrichten, die man auf den ersten Blick einfach nicht glauben kann, weil sie so weltfremd, bzw. außerhalb unseres normalen Menschenverstandes liegen. Einer evangelischen Lehrerin wird das Tragen eines kleinen Kreuzes an ihrer Halskette in Berlin verboten und einer muslimischen Lehramtsbewerberin wird ebenfalls in Berlin von dem Arbeitsgericht eine Entschädigung von 8680 Euro wegen Benachteiligung zugesprochen. Der normale Bürger fragt sich mit Recht „in welchem Land leben wir mittlerweile?“ Seit wann haben wir uns und unser Land vom Verständnis des christlichen Abendlandes verabschiedet? Mit welchem Recht maßt sich das Bundesland Berlin an, ein Neutralitätsgesetz zu verabschieden, dass unsere christliche Weltanschauung in Deutschland gleichstellt mit allen anderen Religionen? Der ehemalige Bundespräsident hatte unrecht, als er sagte: „Der Islam gehört zu Deutschland“. Richtig ist, dass in Deutschland Religionsfreiheit herrscht und die freie Religionsausübung vom Grundgesetz geschützt ist. Die Grenzen sind aber dort, wo die Ausübung dieser freien Religionsausübung die Öffentlichkeit stört. Das gilt für das Tragen der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit, die nicht in unser Gesellschaftsbild passt, die Angst hervorruft und darüber hinaus auch gegen das Vermummungsverbot verstößt. In den öffentlich rechtlichen Schulen, wollen wir unsere Kinder nach den christlichen Grundwerten erzogen wissen und ein religiös begründetes Tragen eines Kopftuches sorgt zumindest für Unverständnis. Schuld an dieser Gesamtsituation trägt aber auch die Bundesregierung insgesamt. Im Rahmen des Föderalismus in Deutschland kann jede Landesregierung Gesetze beschließen, die sie für notwendig hält. Die Koalition von SPD und PDS in Berlin hatte sich aufgrund des recht hohen Bevölkerungsanteils ausländischer Doppelstaatler zu diesem Gesetz entschlossen. Es wäre spätestens jetzt an der Bundesregierung ein Bundesgesetz zu verabschieden, dass die Grundwerte des Christentums im deutschen Alltag als unumstößlich festlegt und nur noch vom Bundesverfassungsgericht auf die Vereinbarung mit dem Grundgesetz überprüft werden kann. Wir Bayern können uns noch und ich betone, noch glücklich schätzen mit dem bayerischen Gesetz diesbezüglich, welches solche Urteile nicht zulässt und es wird sicherlich auch nur eine Frage der Zeit sein, wann die CSU diese Fehlurteile wieder klar und deutlich ansprechen wird. 

Rainer Lau Steingaden-Urspring

Sind wir Deutsche nur noch zweitklassig? Langsam schaut es in den Leserbriefen verschiedener Foren so aus, als würde sich die Meinung eines großen Teils der deutschen Bürger zu den Entscheidungen unserer Politiker ins Negative drehen, da man immer wieder lesen kann, Deutschen werden verschiedene Dinge verboten, die auf der anderen Seite Migranten erlaubt werden, siehe Emden die Sache mit der verschleierten Migrantin und in Berlin, wo man einer Lehrerin es verboten hat, im Unterricht ein Kreuz an einer Halskette zu tragen! Ja, wo sind wir denn? Ist es schon so weit, dass der Slogan in Deutschland: „Gleiches Recht für alle“ für uns Deutsche nicht gilt? Dafür gilt die Religionsfreiheit für Ausländer, Migranten und Flüchtlinge? Vielleicht sollte mancher Politiker einmal in seinen Kalender schauen, damit er weiß, was in Kürze auf ihn zukommen kann! Zur Klarheit: Ich habe nichts gegen Ausländer, Migranten oder Flüchtlinge oder wie man die Neubürger in Deutschland offiziell bezeichnet, weil ich mich selbst seit 1. Februar 1975 um viele Ausländer, Migranten oder Flüchtlinge kümmere. Auch wenn böse Zungen mir seit vielen Jahren das Gegenteil vorwerfen! Warum eigentlich? Wie viele Deutsche ärgere ich mich nur immer wieder, weil viele alte Menschen fast keine Beachtung mehr finden, obwohl noch ein Großteil davon den Wiederaufbau von Deutschland mitgestaltet hat! 

Josef Triebenbacher Polizeioberkommissar a.D. München

So so, vom Berliner Neutralitätsgesetz wurde auch einer evangelischen Lehrerin an einer staatlichen Schule laut Dienstanweisung das Tragen einer Kreuz-Kette verboten. Typisch, wenn es um das Christentum geht! Denn im Februar hatte das Landesarbeitsgericht der Entschädigungsklage einer muslimischen Lehramtsbewerberin gegen das Land Berlin Recht gegeben, das sie wegen ihres religiös motivierten Kopftuches nicht eingestellt hatte. Das Gericht erkannte ihr eine Entschädigung von zwei Monatsgehältern (8 680 €) zu. Sind denn die Richter von allen guten Geistern verlassen? Im Übrigen ist das Kopftuch keineswegs der Religion zuzuordnen, denn der arabische Philologe at-Tabari hatte um das Jahr 900, also 300 Jahre nach der kolportierten Zeit der Entstehung, in seinem Korankommentar das Wort chumur/chimar schlicht nicht verstanden. Ohne eine Erklärung zu liefern, interpretierte er es als „Kopftuch“ und fügte hinzu, dieses Kopftuch „solle Hals, Haare und Ohrringe“ verdecken. Von da an nahm die islamische Welt das Gebot zum Kopftuch als Befehl Gottes an. Es ist in Wirklichkeit nichts weiter als die persönliche Meinung at-Tabaris. Der Bedeutungswandel dieses Begriffs wird auf bemerkenswerte Weise in einem Hadith dargestellt. Danach sollen Aischa, die jüngste Frau des Propheten, und andere Frauen ihre Stoffgürtel in Kopftücher umgearbeitet haben, als der entsprechende Vers offenbart worden war. Hier spiegelt sich wohl im Zeitraffer die historisch-etymologische Begriffsverdrehung des Wortes chimar wider: Vom Stoffgürtel zum Kopftuch. Weiter wurde nachgewiesen, dass das Wort „schlagen“ im Zusammenhang mit den Begriffen „Band, Gürtel“ verwandt wurde, also eine Phrase bildete, die im Übrigen im heutigen Aramäisch noch in Gebrauch ist: „Das Band, den Stoffgürtel umschlagen.“ Der Satz heißt also in Wirklichkeit: Sie sollen sich ihre Gürtel um die Lenden binden. Demnach wären muslimische Frauen berechtigt, die Authentizität des koranischen Wortlauts wiederherzustellen und aus den Kopftüchern, die man ihnen seit Jahrhunderten zu Unrecht aufgezwungen hat, wieder Gürtel zu machen. 

Maria Grube Freising

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