Aktion des Landrats umstritten

Katrin Woitsch:„Ein Landrat auf Konfrontation“; Bayern, „Der Landrat von Landshut“; Leserbriefe 16./17. Januar

Ich finde, das sollten alle nach machen. Wir schaffen das nicht, und vor allem wir haben es bisher nicht geschafft die Flüchtlinge die hier sind, ordentlich unter zu bringen, oder sind Belegungen von Turnhallen und Traglufthallen vielleicht eine Lösung. 55000 Flüchtlinge sind wieder angekommen seid dem neuen Jahr. Wohin damit? Das kann so nicht weiter gehen, und vor allem Millionen sind unterwegs. Frau Merkel lassen sie sich schnell was einfallen.

Brigitte Lauterbach Wackersberg

Endlich habt ihr es geschafft, eine würdige Schlagzeile verdient auf die Titelseite zu bringen. Ich verstehe die Leute nicht, die Herrn Landrat Peter Dreier wegen seines Mutes und Zivilcourage wüst beschimpfen, wo bleibt den ein besserer Vorschlag? Er hat es als erster (außer Herrn Seehofer) geschafft der Kanzlerin einen Spiegel vorzuhalten und Ihr zu zeigen, dass das Flüchtlingsthema endlich eine realisierbare Struktur braucht, wofür es wahrscheinlich schon zu spät ist. Der Karren ist am rollen. Es werden noch zirka 1 bis 2 Millionen Menschen aus mehreren Ländern zu uns flüchten. Ich kann dem Artikel nur zustimmen. Es ist ein Hilferuf von einem Volksvertreter, der sich um die Menschen in seinem Bezirk berechtigt große Sorgen macht. Die Politiker im großen Berlin sollten sich schämen, das sie mit einem Bus voller Flüchtlinge nicht mal zurechtkommen. Wie sollen dann Gemeinden mit vielen Hundert Flüchtlingen auf die Schnelle zurechtkommen. Frau Merkel hat sich wieder mal ein Armutszeugnis ausgestellt, und läuft weiter mit Scheuklappen und Tomaten auf den Augen durch die Welt.

Franziska Hartung München

Diese Aktion von Landshuter Landrat war dringend erforderlich, um an der misslichen Situation in den Landkreisen - nicht nur in Landshut - ein unmissverständliches Zeichen zu setzen. Und dies, unabhängig ob den bereits anerkannten syrischen Flüchtlinge eine Wohnung versprochen wurde, oder diese nur in Aussicht gestellt wurde, dies ist völlig irrelevant. Frau Merkel hat die Gäste aus Syrien explizit eingeladen, dann soll sie sich gefälligst um diese kümmern und nicht diese den Ländern überlassen, da ist - im wahrsten Sinne des Wortes - kein Platz mehr. Schämen sollte sich Frau Merkel, die es nicht für nötig gehalten hat ihre „Gäste“ zu empfangen. Wann wird endlich im Parlament die Vertrauensfrage gestellt? Ihren Eid „Schaden vom Deutschen Volk abzuwehren“ hat sie längst gebrochen. Merkt sie nicht dass sich der soziale Frieden in (akuter) Gefahr befindet?

Pablo Lübeck München

Ja da schau her. Da macht ein ein Landrat der Freien Wähler, der Herr Dreier, so einen „Fehler“ und fährt in seiner Verzweiflung mit Asylanten nach Berlin. Das meint zumindest der Freisinger Landrat H. Hauner und verweist auf die bayerische Staatsregierung, der er so vertraut. Was hat denn die bayerische Staatsregierung in der Asylfrage bisher definitiv erreicht? Nix. Nur Palaver. Oder ärgert sich jetzt die CSU nicht vielmehr darüber, dass ein FW-Landrat Rückgrat gezeigt hat und der CSU und SPD damit die Show gestohlen hat? Dieses ganze Dilemma entsteht nur dadurch, weil die großen Parteien nach dem Motto handeln: Wenn ich nichts mache, mache ich auch keinen Fehler. Wer kümmert sich denn um die Asylanten. Das sind die freiwilligen Helfer, da der Staat in dieser Frage doch total versagt hat.

Dieter Kapfenberger Neufahrn

Landrat Peter Dreiers Aktion, Flüchtlinge als Protestmaterial nach Berlin zu verfrachten, ist menschenunwürdig!

Marlies Winterseel Bad Tölz

Landrat Peter Dreier verdient für seine Fahrt mit anerkannten Flüchtlingen zum Bundeskanzleramt Hochachtung und Dank. Natürlich war Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht zu sehen. Sie entzieht sich ihrer Verantwortung dem deutschen Volk und auch den von ihr eingeladenen fremden Gästen. Aufgrund ihrer chaotischen Politik sollte sie schleunigst zurücktreten und den Weg für Neuwahlen frei machen. Sie wird in die Geschichtsbücher als die schlechteste Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland eingehen. Sie hat einen Amtseid geschworen, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden und genau das Gegenteil ist eingetreten. Im Grunde müsste sie hierfür verhaftet und bestraft werden. Es wäre m. E. sinnvoll, wenn an einem Tag sämtliche Kommunen so eine Aktion durchführen würden, um so auf die äußerst schwierige Situation aufmerksam zu machen.

Elisabeth Findeisen Fürstenfeldbruck

Ein Landrat auf Konfrontationskurs. Zugegeben, der Versuch von Landrat Dreier war wenig erfolgreich. Dabei hätte Bayern das Recht, deutlich mehr Flüchtlinge nach Norddeutschland zu schicken. Nach dem Königsteiner Schlüssel, der festlegt, wie viel Flüchtlinge ein Bundesland aufnehmen muss, hat Bayern 1500 Flüchtlinge zu viel, während die meisten anderen Bundesländer – unter anderem Berlin – die Königsteiner Quote nicht erfüllen. Hier zeigt sich wieder einmal, dass es Frau Merkel nicht mal im eigenen Land schafft, eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge zu erreichen. Sie scheitert hier genauso wie bei dem Versuch einer europäischen Verteilung, den sie schon seit Monaten zum Anlass nimmt, eine dringend notwendige Korrektur ihrer Politik zu verzögern. Hier hätte Herr Seehofer ein Mittel, die Bundesregierung so unter Druck zu setzen, dass sie endlich reagieren und ihre verantwortungslose Flüchtlingspolitik korrigieren müsste. Und das aufgrund einer von allen Bundesländern und der Bundesregierung legitimierten Vereinbarung. Diese Maßnahme wäre deutlich wirkungsvoller als die dauernden Drohungen von Herrn Seehofer mit Maßnahmen, die laut Bundesgesetz nicht zulässig und damit wohl auch nicht durchführbar sind.

 Günter Vollweiler Herrsching

Die Aktion des Landrates Peter Dreier hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich denke, bei allem Mitgefühl und der Nächstenliebe - was die meisten von uns vor dem Krieg und Elend flüchtenden entgegenbringen - sollte man den gesunden Menschenverstand nicht ganz ausblenden. Nun ist jemand da, der mutig und einfallsreich den Widerstand wagt, gegen die Politik, mit der immer mehr Bürger unzufrieden sind. Es ist gut und sehr wichtig, dass Menschen durch Medien oder bei den Demos ihren Frust zeigen, leider scheint es häufig so, als ob es den Politikern dies nicht besonders imponiert. Jemand hat zu mir einmal gesagt, in früheren Zeiten würde es zu einer Revolution kommen, wenn die „Herrschenden“ die Interessen des eigenen Volkes oft mit den Füßen treten würden. Heute sind wir - Gott sei Dank - zu zivilisiert dafür. Man bräuchte vielleicht mehr solche pazifistische und ideenreiche „Revolutionäre“, wie Herrn Dreier, um die Politiker daran zu erinnern und sie dazu zu bewegen, im Namen des Volkes zu regieren.

Valeria Vajs München

Der Landshuter Landrat Peter Dreier schickt per Bus 31 Syrer zur Bundeskanzlerin Angela Merkel. Richtig so, doch es müssten jeden Tag 3 Doppeldeckerbusse zu unserer Bundeskanzlerin nach Berlin gefahren werden. Doch wahrscheinlich versteht Sie das auch nicht, weil Sie ja den Friedensnobelpreis bekommen will und auch noch vom Papst heilig gesprochen werden möchte. 660000 unbearbeitete Asylanträge, die noch nicht bearbeitet sind und weiter ein unkontrollierter Zustrom der Flüchtlinge aus allen Herrenländern wird die Instabilität unseres Landes weiter vorantreiben und den Rechtsradikalen noch mehr Zulauf bringen. Deshalb gehören sämtliche Grenzen in Deutschland geschützt und überwacht. Nichts gegen Flüchtlinge, aber was uns Frau Merkel mit ihrer Willkommenskultur eingebrockt hat, ist nicht mehr hinnehmbar. Wenn sich Flüchtlinge in unserem Land nicht an geltende Gesetze halten und meinen Sie können ihre Methoden aus dem Mittelalter hier weiter fortführen und Frauen als minderwertig und Freiwild betrachten, dann gehören Sie sofort abgeschoben.

Helmut Mischkulnig Hausham

Ich finde die Protestaktion des Landshuter Landrats, Herrn Peter Dreier, einfach großartig. Er hatte diese Aktion ja schon lange vorher angekündigt, weil er nicht mehr wusste, wie er die Flüchtlinge noch unterbringen soll. Dieser Coup war von Herrn Dreier vorbereitet und in Berlin avisiert worden. Die anerkannten Asylbewerber waren erstens mit dem Ausflug nach Berlin einverstanden und zweitens ist keiner der Männer zu Schaden gekommen. Was daran „einfach nur widerwärtig“ sein soll, wie die Süddeutsche. Zeitung diesen Hilferuf des Landshuter Landrats nennt, kann ich nicht verstehen. Schäbig finde ich, dass kein Vertreter der Regierung vor Ort war, als der Bus ankam und ebenfalls schäbig war, dass für die Syrer keine ordentliche Unterkunft bereit gestellt wurde.

Ingrid Fürst München

Ich muss den Mut des Landrats von Landshut bewundern. Endlich traut sich ein Politiker eine Maßnahme zu die aufschreckt. Es ist ja traurig dass sich in Berlin kein einziger Politiker gezeigt hat. Alle Politiker die diese Maßnahme verurteilt haben sollen diese Syrer bei sich in ihrem Haus aufnehmen. Ich möchte Wetten dass sie unverzüglich eine andere Meinung zu dem Fall hätten und der Landshuter Landrat hätte ein kleines Problem weniger. Unserer Bundesregierung, besonders der Spitze, ist bis heute noch nicht bewusst was sie der Bevölkerung und besonders der echten Flüchtlingen antun. Wir können in Deutschland nicht für jeden Wirtschaftsflüchtling sorgen. Wir schicken unsere Soldaten nach Afghanistan und die jungen Afghanen kommen zu uns weil sie in ihrem Land keine Zukunft sehen, wie passt das zusammen. Selbst die bei uns integrierten Ausländer haben Angst mit den Zuwanderern in einem Topf geworfen zu werden.

Josef Wiesheu Freising-Tüntenhausen

Das sei eine unerträgliche Symbolpolitik und ein beispielloser Vorgang der Entsolidarisierung, sagte der Sprecher des Sozialsenators. Ist diese Aussage korrekt? Nicht nur entsolidarisiert, sondern unmenschlich ist eine wohl daraufhin erfolgte Rückübersendung der Flüchtlinge nach Landshut. Hätten diese 30 Personen, die nun wirklich schon genug durchgemacht haben, nicht doch in Berlin Platz gefunden? Man verbessert doch nicht einen Fehler, indem man ihn selbst begeht. Zynismus ist noch ein freundliches Wort dafür.

Petra Weyand München

Zu Herrn Kopps Kommentar möchte ich sagen, dass der besagte Landrat mit dieser nicht unumstrittenen Aktion viel mehr als Eier in der Hose wohl nicht zu bieten hat. Diese Aktion, die auf dem Rücken geschundener, halb verhungerter Menschen ausgetragen wurde, ist eine Schande. Eine Wiederholung wäre ein Skandal und Leute wie Herr Lauer aus Zorneding, die meinen, vor diesem Landrat den Hut ziehen zu müssen, sollten sich schämen. Frau Merkel hat sich außergewöhnlich vorbildlich verhalten, in dem sie Menschlichkeit vor Ihrem politischen Ansehen gestellt hat. Vor Ihr und allen ehrenamtlichen Helfern(die ja was tun und nicht jammern) ziehe ich den Hut. Wenn die anderen Regierungschefs sich nur ein Stück weit ähnlich verhalten würden wie Frau Merkel, dann hätten wir gar keine Flüchtlingskrise.

Fabian Hosp Unterammergau

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