2 Leserbriefe

Subvention für Lebensmittel

Forderungen der Traktoren-Armada;Leserforum 30. November/1. Dezember

Auch wenn Herr Bauern so heißt, wie der Berufsstand und damit die Menschen, über die er sich besserwisserisch und rechthaberisch erhebt, machen mich seine Anfeindungen sprachlos.

Sich ein Mitspracherecht in landwirtschaftlichen Produktionsbetrieben einzubilden, nur weil dort steuerfinanzierte Subventionen eingesetzt werden (von denen ich übrigens generell kein Freund bin), ist grotesk. Denn dann wäre das überall und vor allem dort angebracht, wo zum Beispiel mit Abwrackprämien subventioniert wurde, andererseits neben Höchstlöhnen Gewinnbeteiligungen von 8000 bis 13 000 Euro ausgezahlt wurden, was allein manchem Jahreseinkommen eines Geringverdieners entspricht.

Dabei sind Subventionen in der Landwirtschaft indirekte Subventionen für Lebensmittel auf dem Ladentisch, wovon man beim Autokauf und anderen geförderten Produkten bis hin zum Strompreis eher nichts merkt.

Dr. Gerd Paschen

Saulgrub

Herr Alexander Bauern schreibt, wenn ich schon zahle, dann mag ich auch bestimmen, wie die Bauern zu arbeiten haben. Danke, wir brauchen Sie. Sie und Ihresgleichen müssen uns helfen, um aus dem EU – Subventions - Karussell heraus zu kommen. Zurzeit kostet eine dt (Dezitonne, = Doppelzentner) Backweizen, A – Qualität, um 20 % weniger als eine dt Müll. Wir wollen endlich die Preise und Anerkennung, die uns ohne Zuwendung aus Steuermitteln zusteht. Die Orientierung basiert auf den heutigen Preisen, die wir vergleichbar mit den weiterentwickelten Produkten für Industrie- und Lebenshaltungskosten, ohne Nahrungsmittel selbst erbringen müssen. Das heißt: Die Preise stellen den Faktor für den Warenabgang ab Hof dar. Höchste und gesündeste Qualität, wie es von uns erwartet wird. Die Bauern erbringen das auch. So stellen sich die so gestalteten Preise für die verschiedenen landwirtschaftlichen Produkte ohne Ausgleichszahlungen für den Verbraucher in etwa dar: für Qualitäts- A -Weizen je dt 125,-€, für Braugerste je dt 180,-€, für Kartoffel je dt 150,- €, für Raps je dt 230,- €. 1 Liter Milch 80 ct + 25 ct für Streicheleinheiten, 1 Ei 60 ct + 20 ct für Haltungsformen, Schweinefleisch 1 kg 20,-€ incl. Streicheleinheiten, Rindfleisch 1kg 32,- € incl. Streicheleinheiten. Dies alles natürlich Bio und Öko. Das Gesetz von Carl Sprengel und Justus von Liebig, das „Gesetz vom Minimum“ ist zu beachten. Es kann nur das geerntet werden, was ich der PFLANZE an Nährstoffen gebe. Wenn das zutrifft sind für Einfuhren von Lebensmittel, Futtermittel, Saatgut usw. aus Ländern, die unsere Auflagen nicht erfüllen, Ausgleichszahlungen an die Republik zu entrichten, um den Wettbewerb fair zu gestalten. Es brauchen an die heimischen Bauern keine EU - Ausgleichszahlungen mehr geleistet werden und es braucht niemand mehr das Begehren richten, über unsere Arbeit bestimmen zu müssen. Das ist Ihr Preis. Das können Sie gewinnen. Wir Bauern freuen uns und bedanken uns für den frischen Brief.

Josef Hornburger

Kirchheim

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