Leserbrief

Leonhardi-Brauch

PublikumslieblingeFritz und Fanni;Leserforum 8. November

Ich war in meiner Jugend mit Pferd und Schlitten bei der winterlichen Holzbringung beteiligt. Bevor niemand anderer zu den Änderungsvorschlägen mit Eseln und anderen Tieren etwas sagt, möchte ich folgenden Beitrag bringen: Leonhardi-Segen wurde den Tieren, Bauern und Rosserern gespendet, die im kommenden Winter die harte Holztransportarbeit am Berg leisten mussten. Es hat überhaupt nichts damit zu tun, dass andere Tiere nicht be- oder geachtet wurden. Mit dem Esel beim Einzug in Jerusalem hat es schon gar nichts zu tun. Es ist vielen nicht verständlich, eine Tätigkeit zu ehren, die heute nicht mehr praktiziert wird. Aber man kann doch auch eine Tätigkeit ehren, die früher zum Leben auf dem Land notwendig war, ohne dass man den Ursprung verfälscht? Es schmerzt schon, wenn ein Brauchtum zur Folklore verkommt. Natürlich kann man auch für die anderen Tiere eine Prozession oder Segnung durchführen, aber dann ist das eben eine neue Form und keine Leonhardi-Fahrt.

Rainer Joseph Kellner

Benediktbeuern

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