Verzeihen können

Zur Bewertung von Ludwig Thoma; Leserbriefe 27. Januar

Trotz der schriftstellerischen Entgleisungen von Ludwig Thoma über Kirche, Juden und Andersdenkende sollten wir sein hervorragendes Lebenswerk nicht vergessen! Daher danke ich den Leserbriefschreibern Herrn Josef Hager ebenso Uwe Schmidbauer, den Herren Trautmann und Virnekäs für Ihre gelungene Bewertung! Ich frage mich, wer ist dafür verantwortlich, dass so gute Dramen wie der Wittiber, Andreas Vöst und vieles mehr seit 20 Jahren nicht mehr gesendet werden. Dafür bekommt man dann niveaulose Beiträge zu den besten Sendezeiten vorgesetzt. Nun zu der von Thoma kritisierten Kirche: Die Kleriker haben viele hundert Jahre gebraucht, um sich für die Gräueltaten im Namen der Kirche zu entschuldigen. Jetzt der Missbrauch von Schutzbefohlenen. Unsere Kirchenfürsten, sie leben ja auch so, zeigten kein Rückgrat in Jerusalem. Und wo bitteschön ist ihr vehementer Einsatz für verfolgte Christen im Morgenland? Zu den Juden, die ich zu Zeiten Mosche Dajans bewundert habe: Anscheinend haben sie aus ihrer furchtbaren Geschichte nichts gelernt. Eine gewählte Regierung, abgehoben und arrogant, die eine dumme und brutale Siedlungspolitik durchführt und dadurch ständig an der Lunte zum Weltkrieg zündelt. Ich hoffe das bayerische und deutsche Fernsehen erinnern sich wieder der guten Seiten von Ludwig Thoma und bringen seine guten Werke. Außerdem sollte man auch verzeihen können. 

Horst Frank Mammendorf

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