Moschee nur für Sunniten

Herr Oppermann von der SPD warnte vor der Ausbreitung eines Wahabismus (Sunniten mit steinzeitlicher Auslegung ihres Glaubens) mit Blick auf eine Finanzierung von Moscheen durch Saudi-Arabien.

Er halte eine genaue Beobachtung dieser Bestrebungen durch den Verfassungsschutz für notwendig. Der Wahabismus liefere unter anderem die komplette Ideologie für die Terrormiliz IS (FAZ). Ist den Befürwortern dieses Protzbaus, welche nur mit fadenscheinigen Argumenten fraktionsübergreifend und mit Hilfe des Verfassungsgerichts 65 000 Stimmen gegen das Projekt abgeschmettert haben, eigentlich klar, dass sie dem vermeintlich naiven Bürger jede Eigeninformation absprechen? Warum wird die Verurteilung des Herrn Raif Badawi zu 1000 Stockschlägen und 10 Jahren Haft wegen unerwünschter, aber demokratischer Aussagen in Saudi-Arabien einfach ignoriert? Trotz aller salbungsvollen Beteuerungen der Herren Ude und Idriz glaubt niemand an einen nur großherzigen Spender, welcher nur nicht genannt werden will. Was wird hier eigentlich gemauschelt? Dem Bürger bleibt bis zur nächsten Wahl also nur die Möglichkeit abzuwarten, welche muslimische Gruppe (Alawiten, Schiiten usw.) als nächstes ein entsprechendes Zentrum fordert. Denn dieses geplante Zentrum wird nur ein Zentrum für Sunniten sein.

Brigitte Ziegler München

Ist den beteiligten Politikern nicht bewusst, dass sie das Vehikel ihres Sendungsgedankens nur so lange steuern, bis sie am Ziel überflüssig werden? Welcher islamischen Gruppe wird eine gestiftete Moschee unterstehen, schiitisch oder sunnitisch? Und welche Ausrichtung? Von den finanziellen Mitteln und der Ausbreitung ausgehend also sunnitisch-wahhabitisch. Den Islam europäischer Ausprägung wird es nicht geben. Er ist nirgends anerkannt schriftlich fixiert, ohne jede Tradition und Anhängerschaft. Eine Häresie. Prof. Bassam Tibi von der Ruhruniversität, früher gern geladener Gast zu dieser Thematik in TV-Diskussionen, äußert sich seit Jahren nicht mehr. Angesichts bestehender starrer Strukturen und eher rückwärts gewandter Strömungen, nicht nur in der Türkei und den Ländern des Nahen Ostens, auch in Europa, also eine Illusion. Die Lage in München wird sich entwickeln wie in allen großen Städten Deutschlands, siehe zuletzt die Großmoschee in Köln. Auch dort schafft an, wer bezahlt/stiftet. Auf welcher gesetzlichen Grundlage wollte unsere hasenfüßige Politik denn auch eingreifen? Mit der ungezügelten Zuwanderung entstehen weitere und größere Inseln von Parallelgesellschaften. Nicht wenige heutige schon sind für unsere Verwaltung, Polizei, Justiz außerhalb jeglicher Einflussnahme. Und gleichzeitig damit liefert man den (un-)rechten Kräften Munition. Wie ausreichend und erkennbar praktiziert, wird unser System mit den eigenen demokratischen Mitteln geschlagen. Oder wollte sich jemand religiöse Intoleranz vorwerfen lassen?

Willy Stockerl junior Herrsching

Nach der Lektüre des Münchner Merkur könnte man den Eindruck gewinnen, Herr Idriz wäre die wichtigste Persönlichkeit in München. Gleich zwei große Artikel in eine Ausgabe. Ich habe den Artikel des Herrn Felix Müller zweimal gelesen und die Aussagen von Herrn Uhl und Singhammer besonders aufmerksam und konnte keine Stelle finden, wo sich die beiden Herren „im Ton vergriffen haben“. Vielleicht liegt das an meinem Migrationshintergrund. Nach Hebdo und 130 Toten im Paris vor Kurzem ist es berechtigt zu fragen, wer der Geldgeber ist. Wessen Brot ich esse, dessen Lied singe ich. Warum kann man in der Bundesrepublik nicht wie in Österreich solche Spenden verbieten? Das bleibt für mich rätselhaft. Letzte Zeit haben die Grünen sehr viel Platz bekommen. Warum eigentlich? Diese Splitterpartei war lang genug in München an der Macht – für mich zu lang. Die Grünen hatten Zeit genug, ihre tolle Ideen zu realisieren. Wo haben sie ihre sichtbaren Spuren hinterlassen? Jetzt haben sie plötzlich viel zu sagen zu allem in München. Gibt es für Frau Schulze nichts mehr zu verhüllen? Jemand von den Grünen hat gesagt, wer mit Pegida und AfD marschiert, identifiziert sich mit den Parolen von denen. Wenn Frau Roth in Hannover mit den Linksradikalen marschiert, und die schreien „Deutschland, du mieses Stück Sch...“, identifiziert sie sich damit?

Andrzej Sobczyszyn München

„Skepsis gegenüber Moschee-Spende“; Leserbriefe 17. Dezember, Sven Rieber: „Spender- Name erst bei Zahlung“; München, Felix Müller: „Zeit für eine ehrliche Debatte“; Kommentar München 16. Dezember, und „Ärger über anonyme Moschee-Spende“; München 15. Dezember

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