Konservative ökologische Alternative

ÖDP – bitte etwas präziser; Leserforum 27. Juli

In einem Satz erklärt: Es geht um den vom Menschen gemachten Klimawandel. Etwas länger ausgeholt: Um das neue geologische Zeitalter des Anthropozän, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Da ich selbst nur Laie bin, hier ein Auszug aus Wikipedia: 2008 fand die stratigraphische Kommission der Geological Society of London, der weltweit ältesten geowissenschaftlichen Vereinigung, überzeugende Argumente für die These, dass das als Holozän bezeichnete zwischeneiszeitliche Zeitalter mit stabilen Klimaverhältnissen an sein Ende gelangt und in einen stratigraphischen Abschnitt eingetreten sei, für den „in den letzten Millionen Jahren keine Entsprechung zu finden sei“. Hierbei spielen der Anstieg der Produktion von Treibhausgasen, die menschengemachten landschaftlichen Veränderungen, welche in ihrem Umfang derweil die natürliche jährliche Sedimentproduktion erheblich übertreffen, die Übersäuerung der Ozeane sowie die fortdauernde Vernichtung von Biota eine Rolle. Sie warnen davor, dass „die Kombination von Artensterben, weltweiter Artenwanderung und der verbreiteten Verdrängung natürlicher Vegetation durch landwirtschaftliche Monokulturen ein unmissverständliches biostratigraphisches Signal unserer Zeit darstellt. Diese Auswirkungen sind bleibend, da die zukünftige Entwicklung auf den überlebenden (und häufig anthropogen verschobenen) Beständen aufbaut.“ Zitat Ende. Natürlich gibt es immer wieder kosmische, solare, tektonische oder vulkanische Ereignisse, die unser Klima katastrophal verändern, wie etwa verheerende Meteoriteneinschläge. Darauf haben wir Menschen aber keinen Einfluss. Darauf, dass wir jetzt seit dem Aussterben der Dinosaurier das größte Artensterben auf diesem Planeten verursachen, aber schon. Der menschengemachte Klimawandel und das Artensterben zeigen sich beileibe nicht nur beim Wetter und den Bienen. Auch beim Niedergang der bäuerlichen Landwirtschaft, der Verödung der Innenstädte, der weiten Zubetonierung von fruchtbarem Ackerland, der Vergiftung von Grundwasser, der Belastung durch Fluglärm, der Vernichtung von Biotopen und vielem mehr, ist ein Wandel des allgemeinen Klimas zu spüren. Wer das alles auch fühlt, der sollte sich ernsthaft Gedanken machen, ob unser Freistaat von einer starken ÖDP, mit 5+x Prozent und damit einer möglichen Regierungsbeteiligung, profitieren würde. Denn die ÖDP ist eine ökologische und konservative Alternative, bzw. Ergänzung, zur CSU und auch den Grünen. Qualität statt Quantität, Artenvielfalt statt Monokultur. 

Helmut Kirchlechner ödp-Mitglied, Glonn

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