Pro und contra Austragungsort München

„Olympia 2022 in München: ja oder nein?“; Leserbriefe 8. Oktober

Was die Volksentscheidungen 2013 zu Olympia 2022 betrifft: Diese sollten vorerst noch etwas zurückgestellt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sollten in erster Linie sehr großen Herausforderungen wie die Finanz-, Klima- und Nahost-Krisen optimal gemeistert werden; siehe auch die Stellungnahmen der führenden internationalen, verantwortungsbewussten Fachleute! Im Anschluss daran hat man erst die Möglichkeit, das heißt den Weitblick an die Vorbereitungen zu Olympia in realitätsbezogener fachlicher wie verantwortungsbewusster Weise ranzugehen. In besagter Form sind am ehesten beeindruckende, friedvolle, völkerverständigende Spiele – wie dies bisher auch der Fall war – gewährleistet.

 Carl Sölch München

Eigentlich müssten mindestens die Bewohner von ganz Bayern über die Olympiabewerbung abstimmen. Sie werden nämlich die aktuellen Kosten und die Folgekosten zu tragen haben. Es geht hier nicht um Millionen, sondern um Milliarden. Die endgültigen Kosten können heute noch nicht einmal annähernd berechnet werden. Es ist traurig genug, wenn gesagt wird: Stimmt ihr für Olympia, dann bekommt ihr dafür eine neue Straße. In der Zeitung steht, es werden Paten gesucht, damit alte Leute ein warmes Essen bekommen können. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Gerhard Fruth Haar

Pro und Contra wird es immer geben. Egal, was das ist. Im Falle Olympia 22 sollten allerdings die NoOlympia Einsicht zeigen und nicht auf Dinge beharren, die dem Rest der Welt schaden. NoOlympia: „NEIN wegen der Umwelt ! „ Das Gegenteil ist der Fall. Olympia München/Garmisch verhindert, dass andere ( wie jetzt Sotchi ) die Umwelt stark belasten, weil eine Olympia Stadt aus dem Boden gestampft wird. München/Garmisch werden die Umwelt schonen, weil sie eine nachhaltige Olympiade 22 auf die Beine stellen und viel Vorhandenes nutzen. Es müsste nicht irgendwo auf der Welt etwas völlig NEUES entstehen und damit zerstörerische Eingriffe in die Natur gemacht werden. Genau das wird passieren, wenn man nicht auf bestehende Sportstätten zurückgreift wie bei München/Garmisch. Gerade deshalb müsste NoOlympia für die Spiele München/Garmisch 2022 sein. Oder bezieht sich der Natur - u. Umweltgedanke nur auf München/Garmisch und der Rest der Welt ist ihnen egal ? Sollte es NoOlympia wirklich um die Umwelt gehen, müssten sie München/Garmisch unterstützen oder Olympia ganz abschaffen. Das wird ihnen nicht gelingen. München/Garmisch wäre ein Vorreiter mit diesem Konzept und würde vielleicht zum Umdenken veranlassen und die IOC sensibilisieren für die Zukunft. Das wäre ein wahrer Gewinn für alle Beteiligten.

Birgit Kirchdorfer Garmisch-Partenkirchen

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