Mut zur Organspende

Im Sinne der Seele; Logische Konsequenz; Leserforum 20. und 22. Februar

Mut zur Organspende: Dass es für einen Hirntoten schöner ist, nicht die Organe entnommen zu bekommen, ist wahrscheinlich. Ich würde in meinem Organspendeausweis auch den Vermerk „nur unter Narkose“ (wie in der Schweiz üblich) hinzufügen. Bei einer Organspende geht es darum, etliche Menschenleben zu retten. Wenn Sie selbst, Ihre Frau, Ihr Kind sterben müssten und nur durch eine Organspende die Chance bekämen, weiterzuleben, wären Sie vielleicht auch für die Organspende eines „wildfremden“ Menschen unendlich dankbar. Ich selbst habe 2014 im Alter von 48 Jahren wegen einer Autoimmunerkrankung eine Leber von einem Menschen bekommen, dem ich und meine Familie ein Leben lang dankbar sein werde. Für mich wäre es ein sehr gutes Gefühl beim Abschied von dieser Welt einigen Menschen (mitunter sehr jungen) das Leben retten zu können, auch wenn es für meine Seele anstrengend wäre. Vielleicht tut diese selbstlose letzte gute Tat der Seele im Leben danach auch gut, wer weiß. Organspende ist mit das größte Zeichen der Nächstenliebe. 

Karin Summerer Kottgeisering 

Ich habe, Herr Dr. Osterkamp, in meinem Leserbrief über die Organentnahme eines Hirntoten lediglich darauf hinweisen wollen, was dabei geschieht. Eine Empfehlung für den, der auch mein Empfinden teilt, wäre tendenziös, da bewertet. Selbst, wenn der potenzielle Empfänger eines Organs, so empfindet, steht es mir nicht zu, eine Empfehlung, wie er sich eigentlich zu entscheiden hätte, zu geben. Diese Entscheidung trifft der Empfänger immer ohne Fingerzeig eines anderen. Sie ist einfach zu privat, als dass man sich da einmischen dürfte. 

Richard Birk Freising

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