Lasst doch mal die Jungen ran

Politiker müssen endlich aufwachen; Leserforum 16. Oktober

Wohl wissend, dass die meisten Politiker leserbrief-resistent sind, möchte ich auf den Leserbrief „Politiker müssen endlich aufwachen“ noch einige Fragen und Anmerkungen zufügen: Merkel zu weit links? Schockiert hat mich die Äußerung von Frau Merkel unmittelbar nach der Wahl: „Ich wüsste nicht, was ich hätte besser machen können.“ Für mich ist es unerheblich, ob sie das auf ihren Wahlkampf oder ihre Politik bezogen hat. Die Aussage ist doch: Weiter so wie bisher. Das heißt weiterhin: Die Zunahme gigantischen Eigentums in wenigen Händen und die Verbreiterung von Armut, die ausschließliche Hörigkeit auf Wirtschaftsverbände und eine Geldpolitik von Draghi. Letzterer hat die Vorsorge vieler Bürger für ihr Alter infrage gestellt. Wenn das zu weit links war, dann ist ja für die Zukunft mit der FDP in der Regierung noch einiges zu befürchten. Bei allen Parteien bin ich gespannt, ob sie sich zu einer klaren Aussage zur notwendigen Verringerung der Sitze im Bundestag bekennen und sie auch umsetzen. Das wären enorme Einsparungen zum Wohle des Volkes. 

Bruno Baier Germering 

Lasst doch mal die Jungen ran! Der blinde Sänger Andrea Bocelli sang 1996 für den Box-Champion Henry Maske den sentimentalen Abschiedshit „Time to Say Goodbye“. Weniger charmant, aber dafür unmissverständlich, formulierte kürzlich Bayerns Schwarzer Peter sinngemäß an den nunmehr 68-jährigen Ministerpräsidenten gerichtet: Horst, es ist Zeit zum Abschied nehmen. Warum auch nicht? – Es ist an der Zeit, trotz Seehofers großer Verdienste um den Freistaat und an der CSU-Spitze, einen geordneten Generationswechsel in die Wege zu leiten und den bayerischen Erbfolgekrieg anno 2017 zu beenden, denn ein Kronprinz steht zwecks Amtsübernahme bereit. Anders bei der Bundeskanzlerin. Mutti hat bisher alle potenziellen Kronprinzen „in die Wüste“ geschickt beziehungsweise gar nicht aufkommen lassen. Ergo: Momentan ist sie „alternativlos“, obwohl sie ihren politischen Zenit überschritten hat. Doch die Nachfolgephase hat begonnen, denn Kanzlerin-Dämmerung ist angesagt. 

Jürgen Engelhardt Stephanskirchen-Schloßberg

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