Leserbriefe

Im Dienst der Öffentlichkeit

Wöchentlich neue Ideen;Leserforum 12. Oktober

In einer Viren-Pandemie entstehen vielfältige Situationen, die sich über die Zeit auch dramatisch verändern, wie wir momentan leidvoll erfahren. Es kann deshalb, je nach Lage der Dinge, durchaus sinnvoll sein, wissenschaftsbasiert vielfältige Warnungen und Verhaltensregeln zu formulieren. Ein konsistentes System von Maßnahmen und Regeln für die deutsche Bevölkerung zu konzipieren, ist aber Aufgabe der Politik und nicht einzelner Wissenschaftler.

Dass Prof. Drosten sich aktiv in die politische Corona-Debatte einmischt, halte ich für ausgesprochen verdienstvoll. Wissenschaft darf sich nicht im Elfenbeinturm isolieren. Sie ist öffentlich finanziert und hat der Öffentlichkeit zu dienen. Die Frage Stolles nach der Bezahlung für Drostens „eigentlichen“ Beruf ist sowohl ein Schlag unter die Gürtellinie als auch gegen die Verantwortlichkeit von Wissenschaft der Öffentlichkeit gegenüber gerichtet. Drosten hebt sich im Übrigen mit seinen streng datenbasierten Empfehlungen positiv von manch anderen ab.

Prof. Dr. Siegfried Schönherr

Bad Tölz

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