Bestie Mensch

Ich schäme mich für meine Spezies; Leserforum 6. DezemberQuälereien bei Tiertransporten; Leserforum 4. Dezember

Seit Jahren weiß ich das – auch die Politik, doch sie verschließt die Augen. Asylanten sind wichtiger – wie kann man noch mehr Geld geben, um sie loszuwerden. Immer, wenn ich einen Tiertransporter auf unseren Straßen sehe, habe ich einen Weinkrampf, weil ich weiß, wie diese armen Tiere lange leiden müssen, von Land zu Land, bis sie grausam getötet werden, von der Bestie Mensch. Der Mensch tötet Tiere aus Profit, Selbstsucht, Gier, Ignoranz und Gleichgültigkeit und das Tier schmeckt ja so gut. Die meisten Fleich(fr)esser wollen nicht wahrhaben, dass hinter jedem billigen Fleischangebot tierisches Leid steht. So grausam ist kein Tier, es tötet, weil es überleben will. Christian Morgenstern hat gesagt: Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein, um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns Menschen zu vergelten. 

Mareile Ernst Steinhöring

Vor kurzem zeigte das ZDF erneut Bilder von Tiertransporten, die so schrecklich waren, das jeder mitfühlende Mensch den Tränen nahe war oder das Kotzen gekriegt hat. Im Inneren der Transporter wurden Temperaturen von fast 40 Grad gemessen. Viele Tiere vor Durst und Erschöpfung kurz vorm Zusammenbrechen. Die schockierenden Bilder verdeutlichen einmal mehr die gravierenden Missstände auf den Tiertransporten. Schockierend ist auch, dass sowohl Agrarminister Schmidt, als auch die Bauernpräsidenten, anstatt diese grausamen Missstände abzustellen, lieber damit prahlen, dass die Tierexporte in Drittländer zugenommen haben. Schockierend auch, dass viele Bauern ihre Tiere, die sie angeblich so lieben (zumindest wenn es um Abschussforderungen für den Wolf geht), auf derartig tierquälerische Transporte geben. Jeder von ihnen macht sich an der grausamen Tierquälerei mitschuldig. Das Kinder den Lämmern Namen geben, wie ein Wolfsgegner vor kurzem geschrieben hat, wird vermutlich auch sie nicht vor den schrecklichen Qualen auf den Transporten bewahren. Angesichts der gezeigten Bilder stellt sich die Frage, wie profitgierig muss man sein und welch miesen Charakter muss man haben, dass man seine Tiere solchen Qualen aussetzt. Tiere, die wie wir Menschen nur eins wollen: leben. So ist dem Zitat von Plutarch: „Für einen Bissen Fleisch nehmen wir einem Tier die Sonne und das Licht und das bisschen Leben und die Zeit, an dem sich zu erfreuen seine Bestimmung gewesen wäre“ nichts mehr hinzuzufügen. 

Verena Wendt Weilheim

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