Höhere Strafen für Verkehrsdelikte

Auch geübten Autofahrern ist ein Fahrsicherheitstraining zu empfehlen; Alle müssen langsamer fahren; Leserbriefe 3./4. und 2. Dezember

Dem Leserbriefschreiber ist voll zuzustimmen. Schuld an vielen schlimmen Unfällen sind nicht die Autofahrer sondern die „Restbäume“, die unnötigerweise in der Gegend herumstehen. Zu trauen ist ihnen nicht, denn nach Jahrzehnten stiller (heimtückischer?) Unauffälligkeit entwickeln sie plötzlich ihre tödliche Hinterlist. Und Restbäume sind alle, denn mit zunehmender Asphaltierung der Republik zur Förderung des Autoverkehrs und der Automobilindustrie ist bald jeder Baum im Bereich eines Autofahrers, der aus was für Gründen immer die Straße verlässt und dann auf kein Hindernis treffen sollte. Also, zum Wohle aller, weg damit. Sollten einige ewiggestrige Romantiker noch auf die Idee kommen, irgendwo diese tödliche, unzeitgemäße Flora zu verbreiten, so haben sie durch eine Bescheinigung zu belegen, dass die Pflanzlinge in speziellen Kursen ihrer Baumschule über das ihnen zustehende Benehmen gegenüber Kfz vollumfänglich unterrichtet sind und ihnen bekannt ist, dass bei Nichtbefolgung die Axt bzw. die Stihl-Motorsäge drohen. 

Eberhard Koenig Baiern

Zitat aus dem Leserbrief von Frau Dr. Aglaia Gietl: Ich als Defensivfahrerin reagiere auf Drängeln, Schimpfen, Hupen und Lichthupen mit weiterer Verlangsamung. Ohne ein potenzieller Raser oder Drängler zu sein, oder dies auch nur annähernd zu tolerieren, macht der Leserbrief mehr als wütend und ist wieder mal typisch für diese selbst ernannten Oberlehrer im Straßenverkehr, die andere durch ausbremsen durch mehr oder weniger starke Verringerung der eigenen Geschwindigkeit nun ebenso ohne Rücksicht ihrer eigenen kleinen Rache Genugtuung geben, anderen ihren allein gültigen Fahrstil aufzwingen und damit erst recht aggressiven Rasern und Dränglern Anlass geben, bei nächster Gelegenheit rücksichtslos, auch in den Gegenverkehr hinein, zu überholen. Dass dies zu schwersten Verkehrsunfällen führen kann und sie auch nachfolgende Verkehrsteilnehmer dazu nötigt, ebenfalls zu überholen, ist der guten Dame offensichtlich vollkommen egal, oder sie nimmt es jedenfalls billigend in Kauf. Sie wird damit keinen Drängler oder Raser erziehen, im Gegenteil. Sie stellt sich damit auf dieselbe Stufe der Raser und Drängler und gefährdet zusätzlich mit ihrem eigenem egoistischen Verhalten alle anderen Verkehrsteilnehmer. Das ist sicher nicht die Lösung, auch wenn man darüber mehr als verärgert ist, was jeder versteht, der täglich mit dem Auto unterwegs ist. Da darf die Frage erlaubt sein, ob dies die besagte defensive Fahrweise sein kann? Wer auf Autobahnen und Landstraßen unterwegs ist, erlebt es leider fast täglich, sowohl rücksichtslose Raser und Drängler, als auch die, die andere aus absoluten Egoismus ausbremsen und im Schleichtempo die linke Fahrspur blockieren. Das ist leider die traurige Wahrheit. Hier ist sicher auch der Gesetzgeber gefordert. Unsere europäischen Nachbarländer praktizieren es bereits: höhere Strafen, erweiterte Fahrverbote, Führerscheinentzug und Konfiszierung des Täter-Fahrzeuges. Das wird zwar leider die Unfälle, die Schwerverletzten und Toten, die durch Rücksichtslosigkeit, maßloser Selbstüberschätzung, Alkohol und Drogen verursacht werden, nicht verhindern, aber vielleicht doch den einen oder anderen abschrecken. 

Konrad Hemmeter Grasbrunn/Neukeferloh

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