Aufruf gegen Raserei

Rücksichtsvolleres Miteinander; Leserbriefe 31. August

Nicht nur auf Münchner Straßen ist man schon genug gestresst zum Beispiel durch Staus, die durch die wachsende Zahl von Autofahrern oder durch notwendige Reparaturen an den Straßen verursacht werden. Hier ist die zunehmende „Raserei auf den Straßen“, die sich fast schon zum Volkssport entwickelt mein Thema. Es sind nicht nur die Geschwindigkeitsrowdies, die selbst in der Stadt kein Tempolimit kennen und durch ihr rücksichtsloses Verhalten Unruhe und Gefährdung verursachen. Ebenso schlimm sind Untugenden, wie der abrupte Spurwechsel, das Rechtsvorfahren oder das brutale Auffahren. Die Vergangenheit zeigt, dass selbst starke Überwachung des Verkehrs keine Besserung bringt, auch Vorschriften und Strafen sind offenbar ohne positive Auswirkung. Viele der täglich 20 Todesopfer auf deutschen Straßen könnten noch leben, wenn dieses verdammte Rasen ein Ende hatte! Ich richte deshalb einen dringenden Appell an alle für mehr Vernunft und Rücksichtnahme im Straßenverkehr, damit man wieder mit Freude Auto fahren kann! Gewisse Autohersteller, deren Image in der Hauptsache vom PS-Rausch bestimmt wird, sind hiermit aufgefordert, in diesem Sinne mitzuwirken! Ebenso sollten sich Unternehmen wie der ADAC endlich von alten Renntraditionen verabschieden. Auch andere Medien könnten hier wertvolle Beiträge leisten. Dieses Unterfangen ist schwierig, ich bin aber optimistisch genug, einen Anfang zu machen. Wenn es nicht gelingt, werden sicher gesetzliche Vorschriften die Folge sein, die das Autofahren dann unerträglich erschweren. 

Wolfgang Zimmermann München

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