Religionsfragen

„Christen als große Verlierer“; Leserbriefe 19. Februar

Warum nur, so frägt man sich, verliert der westliche, eigentliche christlich erzogene Mensch, immer mehr das Interesse an seiner christlichen Erziehung? In der heutigen so aufgeklärten Zeit, will sich der Mensch von religiösen Dogmen, die im Laufe der Jahrhunderte eingeführt wurden und mit der ursprünglichen Lehre Jesu nichts, aber rein gar nichts zu tun haben, nicht mehr einsperren lassen. Dass sie mit dem Wegschieben des vermeintlich christlichen Gedankens die wirklich zugrunde liegende Aussage Jesus fallenlassen, wird ihnen nicht bewusst. Jesus wollte den Menschen die Liebe lehren und die Nächstenliebe nahebringen. Das kann den Menschen aber nicht bewusst werden, weil die Kirchen das zwar erwähnen, aber die Kirchenfürsten weit davon entfernt sind, diese Lehre auch vorzuleben. Dem einfachen Kirchenvolk wird die Nächstenliebe dann so erklärt, dass sie fleißig für diverse Organisationen spenden sollen, damit haben sie dem Ganzen dann Genüge getan. Die Kirche hat all die Jahrhunderte hindurch ihre Untertanen immer unter ihrem Daumen gehalten und bei Nichteinhaltung ihrer Gebote mit Tod und Teufel, mit Hölle und Verdammnis gedroht. Es ist doch ganz normal, dass sich der heutige Mensch das nicht mehr gefallen lassen will, und dann das Kind mit dem Bade ausschüttet. Den ersten Schritt müssten die Kirchenoberen selbst machen und die wahre Lehre Jesu leben, erst dann dürfen sie die Kirchenaustritte und sonstigen gegen die Kirche gerichteten Aktionen anprangern. Sie aber predigen Wasser und trinken selbst Wein. Die Menschen aber möchten Religion, das sieht man an den vielen sich bildenden kleinen religiösen Grüppchen und an die Hinwendung an östliche und indianische Religionen.

Hannelore Kühlmuß Mammendorf

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