Religion ist Privatsache

Fast wäre ich der Schnappatmung verfallen, hätte ich nicht rechtzeitig bemerkt, dass Ihr Leserbrief ein köstlicher Faschingsscherz ist (sein muss)!

Religion ist Privatsache, die arbeitende Bevölkerung kommt mit ihrer Lohn-/Einkommenssteuer für die exorbitanten Gehälter unserer Herren Bischöfe auf, die „sehr vielen sozialen Aufgaben“ werden zu 98% vom Staat geleistet und nicht von der Kirchensteuer. Die Kirchen in Deutschland besitzen 200 Milliarden Euro und geben wie viel für notleidende Menschen aus?

Hannelore Mahr München

Dem Vorschlag zur Einführung einer „Sozialsteuer“ für Konfessionslose von Herrn Orterer kann man nur entschieden widersprechen. Die Steuerzahler (auch die Konfessionslosen) finanzieren über die Einkommensteuer und damit die Öffentliche Hand sowieso schon den größten Teil für die bauliche Erhaltung von Kirchen, sogar von Bischofssitzen. Müssten die kirchlichen Organisationen diese Kosten alleine tragen, wären sie wahrscheinlich schon pleite. Außerdem lassen sich die Kirchen die Unterbringung von Flüchtlingen in ihren Einrichtungen sehr wohl großteils vom Staat erstatten, spielen aber in der Öffentlichkeit den mildtätigen Samariter und predigen offene Tore für die Flüchtigen aus aller Welt. Warum lassen sich unsere Herren Bischöfe nach wie vor mit gepanzerten Limousinen der Edelmarken BMW und Mercedes durch die Lande chauffieren? Warum bittet man einen Herrn Tebartz-van Elst für seine Bausünden nicht gnadenlos zu Kasse, sondern versteckt ihn schnell und jedem Zugriff entzogen im Vatikan? Warum bzw. wann legt das Erzbistum München-Freising endlich einmal seine ganzen Vermögenswerte offen für jedermann auf den Tisch? Solange die Kirche solche Defizite in ihrem heutigen Erscheinungsbild zeigt, sollte niemand den sogenannten Konfessionslosen eine weitere Sozialsteuer aufs Auge drücken. Ich zahle als Rentner auch Einkommensteuer und trage somit zum Unterhalt der Kirche (siehe deren Gebäude) bei.

Hubert Müller München

„Sozialsteuer“; Leserbriefe 6./7. Februar

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