Buckeln bis zum Umfallen

Rente mit 63 ist kein Fehler; Leserbriefe 9. Mai

Nun wurde ein bekannter Vorschlag von Wolfgang Schäuble erneut ins Spiel gebracht – die Rente mit 70. Manchmal frage ich mich, ob Politiker wie Schäuble noch alle Tassen im Schrank haben, denn die Griechen, Franzosen, Rumänen, Bulgaren und noch einige andere Europäer gehen frühzeitig in Rente (vor dem 65. Lebensjahr) und die Deutschen sollen buckeln bis zum Umfallen. Er gehört zu den Politikern, die uns Bürgern nur schaden und später auch noch mit üppigen Pensionen versorgt werden. Auf solch eine Schnapsidee kann nur einer kommen, der noch nie hart arbeiten musste. Hauptsache den Volksvertretern geht es gut (automatisierte Diätenerhöhung), das dumme Volk kann schauen, wo es bleibt. Anstatt den Kopf zu gebrauchen und für das eigene Volk tragbare Lösungen über Generationen hinweg zu erarbeiten, ist es anscheinend einfacher, die Rentner auf die Schlachtbank zu führen. Sterbehilfe ab 70 wird das nächste sein, was so einigen Politdeppen dazu einfallen wird. Ekelerregend ist es auch, wie sich nun Politiker aller Parteien der Verantwortung entziehen und das Rentenproblem an der Demographie festmachen. Dabei haben gerade solche Politiker wie Schäuble (seit 1972 Mitglied des Bundestages) einen großen Anteil an dieser Misere, denn seit den 80ern war schon bekannt, dass wir zu wenig Geburten hatten. Wo waren die finanziellen Anreize für junge Paare? Mit keiner oder bzw. schlechten Familienpolitik muss ich mich nicht wundern, wenn der Schuss irgendwann nach hinten losgeht. Rentenrücklagen wurden über Jahrzehnte Zweckentfremdet und vieles mehr. Hinzu kommt auch das Märchen von den Rentnern, die immer älter werden. Gezielte Medienkampagnen hierzu gibt es zur Genüge. Um mich herum stelle ich aber immer mehr fest, dass viele Menschen nicht einmal mehr das Rentenalter erreichen. Anscheinend zollen Tschernobyl, Fukushima, die schlechte Ernährung (wegen Armut), die schlechte Qualität unserer Lebensmittel, die zunehmenden Stressbedingungen in der Arbeitswelt, Existenzängste oder die gekürzten Leistungen der Krankenversorgung ihren Tribut. Für mich sind und waren es niemals Volksvertreter und spätestens am Wahlabend (September 2017) wird dem Parteienkartell die Augen überlaufen, darauf könnt Ihr einen lassen!

Walter H. Stephan Stötten am Auerberg

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