Neid-Debatte

Diskussion um die Rente hält an; Leserbriefe 2. Dezember

Das ständige Wiederholen von Neid-Debatten macht sie nicht besser. Wenn es so privilegiert ist, Beamter zu sein, warum finden dann die diversen Anbieter von Beamtenstellen keine adäquaten Bewerber? Warum sind die Briefschreiber nicht Beamte geworden? Vielleicht deshalb weil einem in der aktiven Zeit die Bezahlung zu gering war und ist? Warum ist es für den Staat lukrativer, einen Beamten mit einer Aufgabe zu betreuen anstatt einen Angestellten? Viele Fragen; einige Antworten: Die Pensionen sind ein in sich geschlossenes System zur Alimentierung von zur Ruhe gesetzten Beamten und hat mit der Rentenkasse nichts zu tun. In der aktiven Zeit ist ein Beamter kostengünstiger als ein gleichwertig ausgebildeter Angestellter. Deshalb sehr lukrativ für den Dienstherren, allerdings muss man nach Zurruhesetzung für den Beamten weiterhin aufkommen und der Angestellte kann in die Rentenkasse übergeben werden. Wenn es als Beamter so toll ist, wo sind dann die Spitzenbewerber, siehe BKA, usw. Aber es ist natürlich einfach, in der aktiven Zeit auf die Beamten herab zu grinsen: Was, für das Geld machst du den Job? Und in höherem Alter dann über die Höhe der Pension neidvoll zu meckern. Ich wünsche mir, dass wir ohne Neid jedem seine Lebensplanung überlassen. Übrigens, Mütterrente usw. ist eine Gemeinschaftsaufgabe und damit eine Steuersache und da gibt es noch viele derartige Aufgaben für die Finanzierung aus Steuern. Bei einer Überführung der Beamten in die Rentenkasse kämen auch viele Pensionsbezieher dazu und nicht nur Einzahler. Was dann? Oder sollen nur die Einzahler wechseln? 

Wolfgang Pointl Erding

Seit Einführung der Rente vor 125 Jahren wurde doch der sehr soziale Gedanke des Herr Bismarck von den Politikern jeder Epoche auf´s übelste zweckentfremdet. Aus diesem Topf bediente sich das Kaiserreich um den 1. Weltkrieg zu mitfinanzieren, dann die Weimarer Republik die griff auch sehr gerne in den Rententopf und die Staatsverschuldung zu mindern. Auch die Nationalsozialisten bedienten sich aus unseren Rententopf. Man hat aber in neuster Zeit nicht an den Fehlern der Vergangenheit gelernt, nein man bediente sich weiter am Rententopf nur noch viel schamloser. Da wurde unter Bundeskanzler Adenauer die Bundeswehr wieder eingeführt aus dem Rententopf, die Ostverträge, die Mütterrente und zur Zeit die Asylanten und Flüchtlinge immer kommt ein üppiger Zugriff aus unseren Rentenkassen. Ich frage mich, wo ist das ganze Geld von uns Steuerzahler hingekommen in den 125 Jahren wo einbezahlt worden ist? Nach dem 1. Weltkrieg waren die Rentenkassen leer ebenso nach dem 2. und was auch interessant wäre wo ist das Geld wo von den DDR Bürgern vor der Wende einbezahlt wurde. Das Geld ist ja nicht weg, das haben jetzt bloß andere also kein Grund zu trauern. Uns dann schamlos zu erzählen die Rente ist ein Generationenvertrag ist die Höhe der Unverschämtheit so ein Vertrag gibt es nicht ich kann mit Generationen keinen Vertrag abschließen. Für mich am schlimmsten ist, dass Leute über unsere Rente entscheiden die noch keine müde Mark in diesen Topf einbezahlt haben, und eine Erwartung von den Rentnern haben das man sie bedankt wie wohlwollend und gerecht doch wieder über uns Rentnern entschieden haben. 

Kurt Göldner München

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