Leserbriefe

Die Stimme von Papst Pius XII.

Sabine Dultz: „Ehrenplatzin der Theatergeschichte;Kultur 15. Mai

Durch die Todesmeldung kam Rolf Hochhuths Vorwurf, der Papst habe zum Holocaust geschwiegen, wieder in die Presse. Doch dieser Vorwurf beruht auf Unwahrheit. Papst Pius XII. hat in Wahrheit ja keineswegs geschwiegen. Seinem Helfer bei der Judenrettung, Pater Pfeiffer, wurde vom römischen Stadtrat sogar eine Straße gewidmet. Im Dezember 1942 hat der Papst bei seiner Weihnachtsansprache nachweislich darüber geklagt, dass „Hunderttausende ohne eigenes Verschulden nur wegen ihrer Abstammung dem Tode geweiht oder der fortschreitenden Verelendung und Vernichtung preisgegeben sind.“ Der Papst hat also gar nicht geschwiegen. Nach dem Zeugnis des israelischen Diplomaten Pinchas Lapide und des römischen Oberrabbiners Israel Zolli hat Pius XII. Hunderttausende von Juden vor dem Holocaust gerettet. Und die damalige israelische Außenministerin Golda Meir telegrafiert anlässlich des Todes von Pius XII. an den Vatikan: „Wir nehmen an der Trauer der Menschheit über das Hinscheiden des Papstes teil… Als in dem Jahrzehnt des Nationalsozialismus unser Volk ein schreckliches Martyrium überkam, hat sich die Stimme des Papstes für die Opfer erhoben.“ Hochhuths Drama „Der Stellvertreter“ ist wohl eine der größten Fälschungen der Weltgeschichte. Leider können viele Zuschauer nicht unterscheiden zwischen einer geschichtswissenschaftlichen Dokumentation einerseits und einer erdichteten Fiktion. Schade! Nachzulesen sind die Fakten bei Pinchas Lapide „Rom und die Juden.“

Dr. Eduard Werner

Andechs

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