Nicht Seehofers Schuld

Freiwillig in Merkels Boot; Debatte um Seehofers Nachfolge; Leserforum 11./12. und 8. November

Das gemeinsame Auftreten von CSU mit CDU als eine Partei. Genau dies war der Grund für das miese Wahlergebnis der CSU. Wie hätten sich bayerische Wähler sonst an der Merkel rächen können. Ihre arrogante Abwertung des dringenden Verlangens unserer bayrischen Staatsregierung nach Kontrollierung – zumindest größtenteils – der in unser Land reingelassenen Flüchtlinge. Zuzüglich die hochnäsige Ablehnung des Angebots, „Bereitstellung bayrischer Polizeieinheiten“ zur Hilfe. So revanchierten sich die verachteten Bayern mit AfD. Denkend: Horst gräm Dich ned, Landtagswahl rückt´s wieder grad. Peter Anetsberger Maisach

Frau Merkel hat Seehofer auflaufen lassen. Nach der Presse schreit ganz Bayern mit 62 % nach Seehofers Ablösung. Leserbriefschreiber ziehen über Seehofer her und verkennen die Lage. Dies ist eine Ungerechtigkeit. Seehofer war der einzige Politiker seit Jahren der mit Nachdruck andere Gesetze für die Zuwanderung, schnelle Abschiebung und Grenzsicherung von Berlin verlangte. Er wurde in Bayern dazu sehr laut. In Berlin ließ ihn Frau Merkel kalt abblitzen und er wurde dann zum Wendehals gestempelt. Seehofer hat die Koalition mit der CDU nicht platzen lassen und Merkel hat den Einbruch allein zu verantworten und müsste gehen. Jedem anderen Politiker wäre es ebenso gegangen. Die vielen Baustellen von Merkel sieht man an den nicht geklärten Themen, wobei die anderen Parteien die Stimmen bekommen haben. Die FDP bekam so viele Stimmen, weil man mit der CSU wieder Merkel gewählt hätte. Die CSU schickt nun ihr bestes Pferd zum Jamaika-Gespräch, weil sie keinen besseren haben. Wenn für die CSU keine gute Flüchtlingslösung erzielt wird, schafft die AfD 2018 20 % in Bayern. Wenn Jamaika steht, soll S gehen und wer will es besser mit Merkel hinbringen?. Es gibt noch eine andere Hoffnung. Jamaika scheitert, Merkel muss gehen und ein neuer Kanzler macht eine Groko mit der SPD. Wenn Seehofer es noch will, wird er bleiben oder nicht. Ohne Seehofer fällt die CSU in Bayern 2018 weit zurück. Rudi Aumiller Germering

Markus Söder ist nicht, wie in Ihrem sonst gut geschriebenen Bericht, spontan zur Landesversammlung der JU gefahren. Sein Vortrag war schon lange von der JU geplant. Söder sollte am Sonntag und Seehofer am Samstag reden. Im Gegensatz zu Seehofer, der an 3 Tagen dieser Veranstaltung keine Zeit für die JU hatte, ist Söder diese Einladung nachgekommen. Typisch Seehofer ist, das er bei den rückläufigen Umfragewerten, nicht die Schuld bei sich sucht. Wenn es gute Umfragewerte wären, so läge es wohl wieder an ihm, weil er „kämpft wie ein Löwe „ Umfragwerte betreffen immer die ganze Partei und nicht einzelne Personen, aber das ficht unseren MP nicht an. In Kürze hat er bestimmt wieder eine andere Meinung und einige Wochen später zaubert er eine neue Meinung aus dem Hut. Die Zukunft wird zeigen, wo Seehofer sich betätigt. Vielleicht kann es sich dann mit seiner Modelleisenbahn beschäftigen. Heinz Steinmann München

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