Endlich ohne Vorurteile

Traditionelles Familienbild; Leserbriefe 7. April

Die (homophobe?) Aufregung über den Artikel von Frau Sabrowsky kann ich nicht nachvollziehen. Es soll ja nicht Homo-, Bi-, Inter- oder Transsexualität propagiert werden (man kann auch niemanden homosexuell machen), sondern es geht um den Abbau von Vorurteilen. Das bedeutet auch, dass ein/e Jugendliche/r sich vielleicht künftig nicht schämen, es nicht verstecken muss und auch von Mitschülern nicht gehänselt wird, wenn er/sie eine andere Sexualität hat (und leben möchte) oder bei einem gleichgeschlechtlichen Elternpaar aufwächst, weil die Kinder lernen, dass auch das Normalität ist. Meine Kinder wussten früh, dass es auch andere Arten der Beziehung gibt als die ihrer Eltern. Viele Eltern erklären ihren Kinder das nicht, darum muss die Schule das leisten. Und da Lehrer in der Regel wohl nicht dafür ausgebildet sind, braucht man die externen Berater, die das können. Es geht darum, dass diese Generation vielleicht endlich ohne Vorurteile gegenüber anderen Arten der Sexualität aufwächst. Dabei wird nicht die Heterosexualität hinterfragt, sondern es sollen auch alle anderen Sexualitäten akzeptiert werden. In Zeiten, in denen „schwul“ immer noch ein Schimpfwort ist, finde ich das dringend notwendig.

Birgit Lehrl Schwabhausen

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