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Starke Worte sind der falsche Weg

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„Nationalkonservativ?!“; Leserbriefe 11./12. Juli

Ich möchte wissen, was Herrn Maicher an dem Begriff „nationalkonservativ“ stört. Mein Großonkel Freyberg musste bereits im Jahre 1934 von Ernst Udet gewarnt fliehen, weil er auf einer schwarzen Liste stünde. Mein Urgroßvater Stauffenberg wurde als 84-Jähriger der Mitwisserschaft am Attentat seines Neffen beschuldigt und verhaftet und starb im Gefängnis. Beide hätten sich als national und konservativ bezeichnet! Die Nazis fühlten sich als Linke! Es schrieb Josef Goebbels in der Parteizeitung der NSDAP „Der Angriff“, die am 06.12.1931 erschien: „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke (...) Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende, nationale Besitzbürgerblock.“ Auch Adolf Hitler erklärte: „Wir sind Sozialisten, wir sind Gegner des heutigen kapitalistischen Wirtschaftssystems (...) und wir sind alle dazu entschlossen, dieses System unter allen Umständen zu zerstören.“ Die Kommunisten und Grünen haben heute für sich den Begriff Linke beschlagnahmt, um alle anderen Denkweisen zu diskriminieren. Es stünde Herrn Maicher gut an, sich zu informieren. Meine Großeltern und Urgroßeltern waren keine Nazis, hielten sich aber für nationalkonservativ! Ich halte den Brief von Herrn Maicher für eine Beleidigung meiner Großeltern! Halte ihm aber seine Unwissenheit zugute! Peter Graf v. Ingelheim München

In einem Leserbrief heißt es, die Politik von Petrys AfD biete „johlenden, ewiggestrigen, ultrarechten Dumpfbacken Raum“. Das ist von der Realität genauso weit entfernt wie einst die Hexenprozesse im Mittelalter. Als ehemaliges Mitglied des Bundesschiedsgerichts der AfD weiß ich, wovon ich spreche. Dabei können die Angriffe, die die AfD von Anbeginn begleiten, nicht überraschen. Wie anders sollten die etablierten Parteien und Medien gegen alternative Politikansätze vorgehen, wenn ihnen keine besseren Argumente einfallen. Tatsächlich sollten wir die viel schwerer wiegenden Probleme der heutigen Zeit in den Mittelpunkt unserer Sorgen stellen. Was bedeuten die gescheiterte Euro-Rettungspolitik, die Entwicklung zu einem europäischen Zentralstaat, die ungesteuerte Zuwanderung, die Diskrepanz zwischen westlicher Lebensführung und politischem Islam, die ungeheuerlichen Überschuldungsblasen vor allem in westlichen Industrieländern für uns und unsere Kinder? Die vorherrschende Klein- und Schönrederei verstärkt das diesen Problemen innewohnende Konfliktpotential. Um für friedliche Lösungen zu sorgen und gewaltsamen Auseinandersetzungen vorzubeugen, sind Emotionsausbrüche und starke Worte der falsche Weg. Es kommt darauf an, sich in aller Nüchternheit und mit gesundem Menschenverstand um die dem Gemeinwohl dienenden Lösungen zu bemühen. Germut Bielitz Grainau

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