Leserbrief

Erträgliche Blendung

Polarisationsbrillen;Leserforum 16. Januar

Die Ausrüstung der Pkws, Premiumklasse, also SUVs, mit LED-Scheinwerfern (oder auch Halogenscheinwerfer) mag für den Fahrer dieser Autos angenehm sein, bei gut ausgeleuchteten Straßen kann er dann nachts schnell fahren. Das entgegen kommende Auto wird aber geblendet, der Fahrer fährt in ein schwarzes Loch. Auch wirkt sich der Höhenunterschied zwischen den Scheinwerfern eines SUVs und der Sitzposition im normalen, seit Jahrzehnten gebauten Auto sehr negativ aus. Die heute in vielen Autos eingebaute Höhenregulierung von Hand muss der Fahrer bedienen können, und auch wollen. Da habe ich große Zweifel. Und eine Beladung des Kofferraumes verschlechtert die Bedingungen nochmals. Seit Jahrzehnten sind die Scheinwerferbirnen in den Autos auf 55W beschränkt, um die Blendwirkung erträglicher zu gestalten. Dann sollte der Gesetzgeber für Halogen- und LED-Birnen die Lichtstärke auf diese Zahl beschränken. Dadurch wird der Verkehr auch langsamer, ohne eine Beschilderung einführen zu müssen. Wenn ich mir vorstelle, dass ein Pkw mit LED-Beleuchtung über die Landstraße brettert, mit automatischer Scheinwerferregulierung, da glaube ich nicht, dass diese bei der Ebenheit unserer Straßen funktioniert, vielleicht noch im Labor, oder auf einer extra dafür gebauten Teststrecke. Dass Herr Högner in seinem Leserbrief den Erwerb einer Polarisationsbrille empfiehlt, empfinde ich als Hohn für alle anderen Autofahrer, zumal ein Brillenträger dafür ganz schön in die Tasche greifen muss. Und ob es nützt, weiß er erst hinterher.

Michael Dachsel

Olching

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