Gefühlte Ungerechtigkeit

Scharfe Kritik an Essener Tafel; Titelseite, Georg Anastasiadis: Vorsicht vor der Moralkeule; Kommentar 24./25. Februar, Tafel-Chef erwägt Rückzug; Titelseite 27. Februar

Sozialministerin Katarina Barley kritisiert ebenso wie die Kanzlerin die Entscheidung der Essener Tafel, an zusätzliche Ausländer (sprich Flüchtlinge) keine Lebensmittel mehr auszugeben. Man sieht: Aus der Wahlniederlage im Herbst hat man nichts gelernt. Wenn so weiterregiert wird, was anzunehmen ist, wird nach der nächsten Wahl auch die sogenannte GroKo keine Mehrheit mehr haben. Haben die Politiker vergessen, dass es allein ihre Aufgabe ist, dem deutschen Volk zu dienen und nicht mit allen Mitteln ihre Macht zu verteidigen? Die Rundum-Versorgung der Flüchtlinge mit unseren Steuergeldern entbehrt der Notwendigkeit, bei einer Tafel günstig Lebensmittel zu ergattern, außer man will das so gesparte Geld für etwas anderes ausgeben. Während unsere Volksvertreter dank fürstlicher Diäten bestens alimentiert sind, ist es für unser Land eine Schande, dass alte und in Not geratene Landsleute trotz ihrer jahrelangen Renteneinzahlungen nicht die Mittel haben, sich im Alter wenigstens die Grundnahrungsmittel leisten zu können. Und das nach den „erfolgreichen“ Regierungszeiten von CDU und SPD in den letzten 50 Jahren. Weiterdenkende und mutige Menschen, wie den Vorsitzenden der Essener Tafel Sartor, als Nazi zu beschimpfen, ist mehr als erbärmlich. Es zeigt nur, dass man die Eigenschaften eines Nazis nicht begriffen hat. Hier sollte Herr Maas einmal nachdenken, ob man die grundlose Beschimpfung als Nazi nicht unter Strafe stellt. Es stimmt mich sehr traurig, dass die Appelle der vielen vernünftigen Menschen, wie beispielsweise Georg Anastasiadis, der fast allen meiner Bekannten aus der Seele spricht, unerhört verhallen. „Sic transit gloria Germaniae“. 

Dr. Horst-Gerald Abel Sauerlach

Frau Merkel meint den Chef der Essener Tafel dafür kritisieren zu müssen, dass er Probleme zu lösen versucht, für die sie zumindest moralisch verantwortlich ist. Für Drängler und Schubser macht sie sich sofort stark, für die Opfer und Hinterbliebenen vom Berliner Breitscheidplatz brauchte es hingegen ein Jahr und einen medialen Arschtritt, bis sie persönlich kondolierte. Das sagt doch alles über den Charakter dieser Frau. Ich hoffe jetzt auf ein deutliches Nein der SPD-Basis zum Koalitionsvertrag, Neuwahlen und einen Neuanfang ohne Merkel.

 Andreas Michael Haltmair Gmund 

Es ist schon erstaunlich, wie Bürger und Medien die Entscheidung der Essener Tafel beurteilen! Sicher wäre es fairer und ratsamer, die Schlangen an der Tafel sowie die Einsatzbereitschaft der Tafel- Betreiber vor Ort zu beurteilen und sich dann zu äußern. Die Nazi-Schmierereien in Essen sind ja nun nicht den Nazis zuzuordnen. Die wichtigste Frage ist jedoch: Weshalb ist es notwendig, dass so viele deutsche Rentner zur Tafel gehen müssen? Der Merkur berichtete unlängst vorbildlich von der Münchener Tafel, wo Paul Breitner mit Ehefrau aktiv ist. Mit den jetzigen Kritiken an den Entscheidungen der Essener Tafel wird die Grundsatz- Frage, weshalb sich unzählige Menschen in Deutschland gezwungen sehen, zur Tafel zu gehen, verantwortungslos vernachlässigt. 

Paul Puppe Münsing 

Die Berichterstattung bezüglich der Essener Tafel ist teilweise von politischer Seite aus an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten. Da werden Leute, die in Ihrer Freizeit Arbeiten ausführen, die eigentlich Sache der Behörden wären, als Nazis beschimpft. Es ist beschämend, dass in Deutschland, wo ja angeblich die Steuereinnahmen geradezu die Höchstmarken erreichen, Tafeln überhaupt notwendig sind. Unsere Regierung ( wenn man überhaupt noch von Regierung sprechen kann) nutzt die Gutmüdigkeit von Freiwilligen aus, beutet deren Arbeitskraft schamlos zum Nulltarif aus, obwohl laut Grundgesetz eindeutig der Staat verpflichtet ist, für das Wohl seiner Bürger zu sorgen. Großmäulig „wir schaffen das“ hinaus zu posaunen und dann beim Flüchtlingszuzug und bei der Versorgung von Armen, Rentnern und Schwachen die Last auf die Schultern von Ehrenamtlichen abzuladen ist einfach nur noch verlogen unverschämt und schmutzig. 

Konrad Hörl senior Wolfratshausen

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