Konsequenzen für den Inverkehrbringer!

Verseuchung des Wassers unterbinden; Leserforum 14./15. Juni

Politiker, Lobbyisten und Unternehmensmanager – so scheint es – sind auch Menschen. Wollen sie nicht auch mit ihrer Familie in einer gesunden Umwelt leben, oder besteht bei ihnen nur das Leben aus Macht und Geld? Was denken sie und ihre Familienangehörigen, wenn sie über die Medien folgendes, anhand von zwei aktuellen Beispielen, erfahren: 1. Verseuchung des Trinkwassers. Nitrat im Grundwasser – EU- Kommission verklagt Deutschland wegen unzureichender Umsetzung der Nitratrichtlinie (seit 2012) Die Bundesrepublik gewährt weiterhin großzügige Ausnahmen, ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse, bringt erheblich mehr Dünger auf die Äcker, als die Pflanzen überhaupt aufnehmen können und ignoriert die Sperrzeiten von 5 bis 7 Monaten Düngepause, in denen das Ausbringen von Gülle verboten ist. Gesundheitsrisiko für den Menschen nicht absehbar. Wasserverbraucher werden wegen hoher Nitratbelastung zur Kasse gebeten – das Trinkwasser wird teurer. 2. Luftverschmutzung durch NOx und CO2. Es ist bekannt, das in Deutschland jährlich ca. 50.000 Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung sterben und zukünftig der Mensch aufgrund dessen ca. 10 Monate früher stirbt. Trotzdem werden weiter Verbrennungsmotore gebaut und in Verkehr gebracht, die ein vielfaches dessen an NOx sowie SO2 ausstoßen, was in der EU bzw. der Bundesrepublik Deutschland erlaubt ist. Die Vorgaben für die Abgastests werden so lax gefaßt, das auch großvolumige PKW unter Laborbedingungen den Vorgaben für den Straßenverkehr entsprechen. Wenn es dann nicht reicht, wird die Motorsteuerung (Software) manipuliert und der Kunde wissentlich betrogen – ohne Konsequenzen für den Inverkehrbringer! Seit ein paar Monaten wird nun versucht, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Jahre lang hat man die überschrittenen schädlichen SO2- sowie Nox-Werte der Öffentlichkeit vorenthalten. Jetzt ist der öffentliche Druck zu groß und man reagiert mit Fahrverbote für Ring- und Einfallstraßen (Landshuter Allee, etc.), weil die zulässigen Mittelwerte für Stickstoffdioxide regelmäßig überschreiten werden. Für einige Dieselfahrzeuge – nicht für alle! Benzinfahrzeuge sind vom Fahrverbot nicht betroffen – SO2 sieht und riecht man ja auch nicht, ist aber auch umweltschädlich (Ozon, Hautkrebs!) Dabei haben Dieselfahrzeuge nachweislich einen viel geringeren SO2 Ausstoß als Benzinfahrzeuge. Wahrscheinlich steht bei ihnen Gewinnmaximierung und soziale Stellung an erster Stelle und meinen mit Bio-Produkten und Sauerstofftherapie alles im Griff zu haben. Zur Erinnerung, Kanzlers Amtseid: Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe. 

Udo Gößler Feldkirchen

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