Leserbrief

Zum Abschuss freigegeben

Düstere Zukunft für 1860?; Leserforum 7. November,Uli Kellner: Abschied unter Tränen; Sport 6. November

Als sei der Abschied von Daniel Bierofka nicht schon bedauernswert genug, sorgen nun auch viele Fans dafür, dass das Bild des TSV 1860 in der Öffentlichkeit noch weiter beschädigt wird. Ohne die Hintergründe für Bierofkas Rücktritt zu kennen, wird das Präsidium des TSV 1860 zum Sündenbock erklärt und zum Abschuss freigegeben. Beleidigungen unterster Schublade bis hin zu Gewaltdrohungen sind sowohl im Netz als auch im echten Leben an der Tagesordnung. Das ist diesem Traditionsverein schlicht unwürdig und eher auf gewissen Straßendemonstrationen zu erwarten. Was viele in ihrer Erregung verkennen, ist die Tatsache, dass der Rücktritt Bierofkas nur einer Seite von Nutzen ist: Hasan Ismaik und seinen Unterstützern. Bierofka war und ist für Ismaik nicht mehr als ein Mittel zum Zweck, gerade passend genug, um den von ihm verhassten e.V. nun sturmreif zu schießen. Wäre es dem Investor ernst mit seiner Zuneigung zu Biero gewesen, hätte er wohl nicht bis zum heutigen Tage die Umwandlung von Darlehen in Genussscheine verweigert. Da dadurch mit einer empfindlichen Strafe seitens der DFL zu rechnen ist, muss die KGaA 240.000 Euro als Sicherheit zurückhalten, welche somit nicht in den Kader investiert werden konnte. So sieht Unterstützung à la Ismaik aus.

Hans Schmöller

München

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