News-Ticker: Gesuchter Imam bei Explosion in Alcanar getötet

News-Ticker: Gesuchter Imam bei Explosion in Alcanar getötet

Viele Fehler wurden gemacht

Aufnahme in die EU ist damit obsolet; Leserbriefe 18./19. März, Cavusoglu warnt vor Religionskriegen; Titelseite 17. März

Dem Leserbrief von Frau Bitterling stimme ich vollumfänglich zu. Leider ist es so, dass die Bundesregierung nicht das Rückgrat hat, vom Bundesverfassungsgericht ausgesprochene Urteile durchzusetzen, wie im Fall von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker. Hier werden Verantwortung und Entscheidung auf die Städte und Gemeinden abgeschoben. Ähnlich würde es wohl sein, wenn geprüft wird, ob es gesetzlich zulässig ist, für in Deutschland lebende Türken (oder auch andere Nationalitäten) Wahllokale zur Verfügung zu stellen. Es kann doch nicht sein, dass unsere Steuergelder dafür verwendet werden, diese Wahlen zu schützen und zu sichern. Wenn Türken für das Ermächtigungsgesetz des Despoten vom Bosporus stimmen wollen, sollen sie in die Türkei reisen oder allenfalls in ihren Moscheen abstimmen. 

Frank Balzer Iffeldorf

Müssen wir uns nicht vorwerfen, diese Situation selbst erst ermöglicht zu haben? Nicht wenige haben sich lieber auf Staatskosten am Mittelmeer gesonnt und die Müllbeseitigung den Türken überlassen, ja und mit dem Aufschwung konnte es nicht schnell genug gehen, dafür mussten bis aus der Türkei Billigstlöhner zwecks Lohndumping in Massen mit anschließendem Familiennachzug hereingeholt werden. Nun haben wir rund drei Millionen Türken im Land, dass diese ihre Empfindungen und Religion nicht an der Grenze abstreifen, wurde geflissentlich ignoriert! Nun müssen wir, ob wir wollen oder nicht mit diesen Gastarbeitern und ihren Kindern und Enkeln samt ihren Gepflogenheiten so gut es geht zusammenleben. Die vielen Fehler, die auch von unserer Seite dabei gemacht wurden, lassen sich nicht von heute auf morgen beseitigen. Ein Anfang zur gelebten Integration wäre, mit Nachdruck die Predigten in den Moscheen in Deutsch einzufordern, was endlich der Anfang vom Ende dieses Staates im Staat sein könnte.

 Max Wagner Lenggries

Es ist traurig, wie sich unsere Kirchenfürsten (evangelische und katholische) verhalten. Mit ihrer ewigen Predigt von Toleranz, Nächstenliebe und Barmherzigkeit gegenüber Millionen von Moslems, sägen sie sich selbst den Ast ab, auf dem sie sitzen. Die Barmherzigkeit der anderen Seite wird uns immer von den Medien gezeigt. Köpfe abschneiden und Kirchen anzünden – weltweit, das ist die Antwort von Moslems. Aufwachen und das jetzt! 

Klaus Reimann senior Murnau

Es ist nicht so recht nachzuvollziehen, wie Deutschland bei der Durchführung dieser Wahl behilflich sein kann. Schließlich geht es bei dieser Volksabstimmung um die De-facto-Abschaffung des von Kemal Atatürk vor nahezu 100 Jahren gegründeten demokratischen Rechtsstaats bei gleichzeitiger Bestätigung Erdogans als Diktator. Auch die in der Genehmigung versteckte dezente Drohung, wonach Deutschland die Genehmigung zurückziehen könnte falls Ankara Informationen über geplante Wahlkampf- Veranstaltungen schuldig bleibe, dürfte sich in der Praxis als wirkungslos erweisen. Selbstverständlich werden auch große Polizeiaufgebote an den Wahlokalen, für Sicherheit sorgen um türkische Wähler vor Demonstrationen anders denkender Türken zu schützen. Unangenehm bleibt dabei allerdings der Gedanke, dass es sich bei den Wählern zu einem guten Teil um Bürger handelt, die die deutsche und gleichzeitig die türkische Staatsbürgerschaft besitzen. Sie genießen in Deutschland die Vorteile eines Lebens in einem freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat, in den sie wirtschaftlich voll integriert und erfolgreich sind. An eine Rückkehr in eine von Erdogan diktatorisch regierten Türkei werden sie niemals denken, was sie aber nicht daran hindert, ihm ihre Ja-Stimme zur Abschaffung der Demokratie in ihrer alten Heimat zu geben.

 Peter Hütz Krailling

Ich habe gestern beim Konzert „Music fort the one God“ in der Philharmonie am Gasteig mitgewirkt. Juden, Christen und Moslems führten gemeinsam Musikstücke und Lieder zu Ehren des Einen Gottes auf. Alle im Saal begriffen sich als Kinder Abrahams; das war ein starkes Zeichen und sollte als solches über München hinausstrahlen. Musik ist etwas Wunderbares und verbindet. Man kommt sich nahe, lernt sich kennen und respektieren. Wenn jemand einen Krieg androht - zumal dafür gerade das missbraucht, was doch uns alle am meisten verbinden sollte, der Glaube an Gott den Allbarmherzigen, dem Liebenden und Schöpfer von uns allen - dann entlarvt ihn das als einen, der die Menschen entzweien will, weil es ihm nicht um die Menschen geht, sondern allein um das eigene Ego. Was will Herr Cavusoglu damit erreichen? Geht es ihm nur um die eigene Macht? Das soll er sich fragen und zwar im Angesicht Gottes.

 Georg Glonner München

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